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Musik, Tanz und toller Zusammenhalt

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Folklore: Der Alevitische Kulturverein gewährt Einblicke in seine musikalische Vielfalt. Foto: Jung © Jung

Dank vieler freiwilliger Helfer kann ein gelungenes Nordstadtfest gefeiert werden. Das Programm sorgt für gute Stimmung.

Gießen . »Heute wird gefeiert!« - so lautete das Motto beim Nordstadtfest und das war auch rund um das Nordstadtzentrum überall deutlich sichtbar. Viele Menschen kamen, wollten mit Nachbarn und Bekannten reden, anstoßen, das Essen genießen und der Musik lauschen. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer machten dieses Fest erst möglich. Insbesondere Jugendliche packten beim Auf- und Abbau mit an. »Ihr seid da!«, freute sich Nordstadtmanager Lutz Perkitny über die große Resonanz bei schönstem Sommerwetter. Zuvor hatte er eine Spende von 250 Euro von der Sparkasse Gießen entgegengenommen, die Vorstandsmitglied Ilona Roth überreichte. Weitere offizielle Reden gab es nicht, Vertreter der Stadt hatten sich wegen anderer Verpflichtungen entschuldigt.

Der Chor der Georg-Büchner-Schule eröffnete das achtstündige Fest musikalisch. Die Tanz-AG der Grundschule zeigte eine Choreografie, die Kinder des Familienzentrums Bernhard Itzel hatten Auftritte und die »B-Boys« der TSG Blau-Gold Gießen brachten die Bühnenbretter zum Beben. Stimmungsvoll ging es auch bei Zumba mit Tess de la Cruz zu. »Robel Live« moderierte das Programm.

Viel Spaß bereitete den Kindern und Jugendlichen das Graffitisprühen. Der neunjährige Doruk musste sich zunächst die Gummihandschuhe anziehen, dann durfte er mit der Sprühdose loslegen. »Die Fläche ist rau, das muss man wissen als Künstler«, erklärte ihm Flavy Schminke. Eine Fläche am Eingang zum Saal des Nordstadtzentrums sollte zu neuem Leben erweckt werden. Und dazu war es nötig, »die Dose immer gerade zu halten und schnell zu bewegen«. Doruk beeilte sich auch deshalb, weil er noch seine Baglama holen musste, um anschließend bei den 35 Musikerinnen und Musikern des Alevitischen Kulturvereins mitzuspielen. Alle Gruppen des Vereins gewährten Einblicke in ihre musikalische Vielfalt. Die jüngsten Mitwirkenden sind gerade mal sechs Jahre alt, nach oben gibt es keine Grenze.

Das Graffito hat sich unterdessen zunehmend verändert: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versprühten 20 bis 25 Dosen, darunter auch der 13-jährige Mahdi. Er war damals schon dabei, als das Ursprungswerk entstand. Doch Kritzeleien und unschöne Verzierungen mit Filzstiften machten eine Erneuerung nötig, sagt Flavy Schminke.

Die Sonne brannte nicht mehr so heiß, als André Vonderheid mit Schlagern, Volks- und Stimmungsmusik zum Abendprogramm überleitete. In schwierigen Zeiten ein solches Fest auf die Beine zu stellen, verlangte den Beteiligten einiges ab. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Und es ist erkennbar gelungen, einmal mehr den Zusammenhalt in der Nordstadt zu stärken.

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Neue Deko: Graffiti zu sprühen, ist sehr beliebt. Foto: Jung © Jung

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