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Musikalische Aspekte kindgerecht vermittelt

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Dirigent und Chorleiter Jan Hoffmann mit dem Opernchor, am Cembalo Kantor Christoph Koerber von der Johannesgemeinde, umgeben von Kindern der Konzertbesucher. Foto: Schultz © Schultz

Man hatte sich Mühe gegeben, um den Besuchern im Atrium des Rathauses ein entspanntes Musikerlebnis zu verschaffen; für die Kinder standen Sportmatten zum Sitzen bereit.

Gießen (hsch). Jugendgerecht verheißungsvoll formulierte das Stadttheater den Titel des Kinderkonzerts mit dem Opernchor am Sonntag »Auf der Spur von Heinrich Schütz«. Man hörte jedoch nicht nur einfach Musik, sondern erfuhr auch noch Wissenswertes und die kleinen Besucher konnten mitmachen.

Man hatte sich Mühe gegeben, um den Besuchern im Atrium des Rathauses ein entspanntes Musikerlebnis unter der Leitung von Chordirektor Jan Hoffmann zu verschaffen; für die Kinder standen Sportmatten zum Sitzen bereit. Schwungvoll moderierte Schauspielerin Izabella Radic, Christoph Koerber bediente das historische Cembalo.

»Wusstet ihr, dass der Schütz fast nur Musik zum Singen geschrieben hat?«, fragte sie die Kids. Vorher hatte der Chor mit »Wer Ohren hat zu hören« einen glänzenden Auftakt hingelegt, von links, ganz nahe. »Schütz ging zum Studieren nach Italien, in Venedig lernte er es kennen, dass kleine Chöre in der Kirche verteilt sangen«, erklärte Radic, »Könnt ihr das mal machen?« Flugs verteilte sich der Chor an alle vier Ecken und demonstrierte die Sache. Großes Staunen.

»Darf ich auch mal?« Klar durfte Radic dirigieren (»Cool!«) und fragte hinterher einen kleinen Zuhörer, ob er auch mal den Chor leiten wollte. Der Knirps stutzte kurz und schwang dann konzentriert die Arme, der Chor sang sein Stück - große Freude allenthalben. Der kleine dirigierte später auf seinem Platz noch ein Weilchen weiter.

Radic zischte durch den Raum, es flogen ein paar Luftschlangen, der Chor musizierte auf sehr hohem Niveau. Auch die Chormitglieder waren sichtlich erfreut. Vor allem gelangen humorvolle und anschauliche Verknüpfungen von musikalischen Aspekten und kindgerechten Bewegungsabläufen.

Wie war das mit dem Bezug zu Heinrich Schütz? »Wir sind mit ihm verbunden, mit Singen und mit Grips«, formulierte Radic, und alle sangen fröhlich mit. Ein kleines Ereignis, doch ein riesengroßes Vergnügen.

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