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Nach kurzer Zeit dreistellige Zahl an Unterschriften

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Von: Rüdiger Schäfer

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Schon am ersten Tag leisten die Gießener rege Unterschriften für das Bürgerbegehren. Foto: Schäfer © Schäfer

Großer Andrang herrschte am Infostand der Bürgerinitiative »Rettet die Bäume am Schwanenteich!«. In kürzester Zeit konnte die BI bereits eine dreistellige Zahl an Unterschriften verzeichnen.

Gießen (rsa). Für das Bürgerbegehren zur »Durchführung eines Bürgerentscheides« wurden am Samstag erstmals von der Bürgerinitiative (BI) »Rettet die Bäume am Schwanenteich!« Unterschriften entgegengenommen. Nach kurzer Standzeit der BI im Seltersweg gegenüber von Tchibo war es bereits eine dreistellige Anzahl von Passanten, die unterzeichneten. Damit setzen sie sich als Bürger der Stadt dafür ein, dass - so der Wortlaut des Bürgerbegehrens - »notwendige Reparaturen am Uferweg des Schwanenteiches so durchzuführen sind, dass der aktuelle Bestand von Bäumen und Sträuchern an beiden Seiten des Uferweges und somit die derzeitige Gestalt und der Charakter des Schwanenteiches erhalten bleiben«.

In der Begründung des Antrages der BI heißt es: »Der Uferweg zwischen Schwanenteich und Wieseck muss repariert werden. An undichten Stellen gelangt Teichwasser zeitweise in die tiefer gelegene Wieseck. Im Auftrag des Gartenamtes wurden von Fachingenieurbüros verschiedene Sanierungsvarianten erarbeitet, um diese Schäden zu beheben. Nach wochenlanger Auseinandersetzung der Bürgerinitiative ›Rettet die Bäume am Schwanenteich‹ mit dem Magistrat der Stadt Gießen wurde am 6.10.2022 von der Stadtverordnetenversammlung unter dem Tagesordnungspunkt ›9.1 - Sanierung des Dammweges‹ eine Variante mit einer abdichtenden Vorschüttung auf der Teichseite beschlossen. Entgegen der ursprünglichen Neubauvariante mit vollständiger und dauerhafter Gehölzrodung beinhaltet diese Sanierungsvariante zwar den Erhalt des Bewuchses auf der Wieseckseite, aber auf der Uferseite bleibt dieser entfernt. Bestehende und zukünftige Brutplätze für Tiere wie Wasservögel, beispielsweise Bläss- und Teichhuhn, würden weitgehend vernichtet. An sonnigen Tagen gäbe es entlang des beliebten Spazierwegs keinen kühlenden Schatten mehr. Der Erhalt von Bäumen und schattigen Aufenthaltsorten in Gießen muss höchste Priorität haben, um richtige Signale gegen die Klimakrise zu setzen und um die Lebensqualität in der Stadt zu erhalten. Statt der beschlossenen Variante sollte eine Reparatur umgesetzt werden, die den Bewuchs auf beiden Seiten des Uferwegs erhält, so wie sie z.B. der ehemalige leitende Ingenieur der Firma Gail, Horst Dreier, ausgearbeitet hat. Damit wird angestrebt, dass der Beschluss »Sanierung des Dammweges« des Stadtparlaments der Stadt Gießen vom 6.10.2022 aufgehoben wird.«

Nach der Eröffnung des Bürgerbegehrens zur Rettung der Bäume am Schwanenteich findet dazu eine öffentliche Versammlung der Initiative am heutigen Dienstag um 19 Uhr in der »Anschlussverwendung« in der Grünberger Straße statt. Nach einem einführenden Bericht zu den jüngeren Entwicklungen wird das Topthema die Organisation des Sammelns der Unterschriften für das gestartete Bürgerbegehren sowie eine Mobilisierung hierfür sein. Die vom Rechtsamt gebilligten Bögen zur Unterschriftensammlung und Merkblätter mit Ausfüllhinweisen werden in der Sitzung zur Verfügung gestellt.

Die nächsten sechs Samstage bis zum 26. November wird die BI im Seltersweg an ihrem Informationsstand weiterhin Unterschriften sammeln. Mehr als 3500 Gießener Bürger müssen in dieser Zeit den Antrag auf einen Bürgerentscheid unterzeichnen, damit dieser von der Stadt durchgeführt werden muss.

Überregionale Medien sind bereits auf das Bürgerbegehren aufmerksam geworden. So hat Radio FFH direkt am Schwanenteich mit Michael Janitzki, Ex-Stadtverordneter und einer der Initiatoren der BI, am Freitag ein Interview aufgenommen.

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