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Nachbarschaftsstreit vermeiden

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Gießen (red). »Warmes Frühlingswetter mit viel Sonne und dann wieder kühl und Regenschauer, das hält einen Gärtner nicht ab, sich um sein grünes Wohnzimmer zu kümmern«, ist Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich überzeugt. Die Vegetation erwachte aufgrund der warmen Tage im Sonnenmärz zeitig. Gärtner sind schon länger aktiv, um erste notwendige Gartenarbeiten wie Hecke schneiden oder Beete vorbereiten zu erledigen.

»Leider«, so die Umweltdezernentin, »führt das Verbrennen von Schnittgut auch zu Beschwerden.« Hier setzt das Gartenmerkblatt des städtischen Umweltamtes an, und führt aus, was erlaubt und was verboten ist.

»Das Aufräumen im Garten erfolgt nicht immer zur Freude der Nachbarn«, erläutert Gerda Weigel-Greilich, wie die Fragen zum Verbrennen von Schnittgut zeigen. Da soll die Gartenbroschüre, herausgegeben vom Amt für Umwelt und Natur der Stadt Gießen, Antworten geben. Das Verbrennen von Gartenabfällen, so auch Astwerk, ist grundsätzlich nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz verboten. Nur außerhalb der bebauten Ortslage ist es unter bestimmten strengen Auflagen möglich. Neben der Anzeige beim Ordnungsamt ist insbesondere bei Veranstaltungen mit großen Lagerfeuern, wie Mai- oder Sonnenwendfeuer, eine naturschutzrechtliche Genehmigung rechtzeitig vorher zu beantragen.

Die Untere Naturschutzbehörde empfiehlt, auf das Verbrennen von Reisighaufen zu verzichten. Stattdessen sollten Totholzhaufen an geeigneten Stellen im Garten angelegt werden. »Besser als Verbrennen ist das Kompostieren der pflanzlichen Abfälle«, so Amtsleiter Dr. Gerd Hasselbach vom Umweltamt, »oder die Nutzung der kostenlosen Abfuhr des angefallenen Schnittgutes«.

Jederzeit können Schnittgut und sonstige Gartenabfälle auch beim Abfallwirtschaftszentrum in der Lahnstraße 220 angeliefert werden. Zweimal jährlich ist das kostenlos (Kofferraumladung, ca. 0,5 cbm) möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit an den Abfuhrtagen der grünen BioTonne auch Grünabfallsäcke von der Stadtreinigung abholen zu lassen. Für 1 Euro pro Stück sind die 60-Liter-Säcke im Stadtbüro des Rathauses erhältlich.

Das Infoblatt des Umweltamtes zum Thema Lärm und Geruch bei der Gartennutzung ist online unter www.giessen.de/Lärm-und-Geruchsbelästigungen - auch in Russisch und Türkisch - abrufbar.

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