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Nachhaltige Geldanlagen im Fokus

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Die Deutsche Bank versteht sich als Partner der regionalen Unternehmen auf dem Weg in eine digitalisierte Wirtschaft. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa © Red

Die Deutsche Bank bilanziert insgesamt ein »sehr gutes Ergebnis« für das Geschäftsjahr 2021. Auch die Filiale Gießen legt positive Zahlen vor: Das Geschäftsvolumen ist um 8,3 Prozent gewachsen.

Gießen (red). Die Deutsche Bank in Gießen hat sich im Geschäftsjahr 2021 in einem weiterhin herausfordernden Umfeld sehr gut entwickelt und damit ihre starke Position in der Region weiter ausgebaut, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das unterstreichen die wichtigsten Geschäftszahlen der Bank laut eigenen Angaben: So sei das Geschäftsvolumen, also die Summe aus Krediten, Einlagen und Depotvolumen, zum 31. Dezember 2021 im Marktgebiet Nordhessen-Wiesbaden um 11,6 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro gewachsen, in Gießen um 8,3 Prozent auf rund 811 Millionen Euro. Die Deutsche Bank betreute im Marktgebiet Ende 2021 rund 167 000 Kunden, davon rund 16 700 in Gießen.

Martin Melchior, Filialdirektor der Deutschen Bank in Gießen: »Die Corona-Pandemie, niedrige Zinsen, steigende Inflation und jetzt der furchtbare Krieg in der Ukraine: Das Marktumfeld, in dem wir uns derzeit bewegen, ist denkbar schwierig. Dennoch haben wir das Geschäftsjahr 2021 sowie die ersten Wochen des neuenJahres sehr erfolgreich abgeschlossen. Unsere Kundinnen und Kunden in Gießen zeigen ein hohes Interesse für nachhaltige Investments und Finanzierungen«, führt Melchior aus. Insgesamt setzte sich der Trend zu Aktien und Aktienfonds fort.

Das Depotvolumen habe sich im Marktgebiet Nordhessen-Wiesbaden zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro deutlich erhöht. In Gießen lag das Depotvolumen bei 275 Millionen Euro, ein Plus von 19,8 Prozent. Das Einlagenvolumen betrug im Marktgebiet 2,5 Milliarden Euro, davon in Gießen 268 Millionen Euro. Immer häufiger würden sich die Kunden mit nachhaltigen Geldanlagen beschäftigen, bei denen die Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) im Mittelpunkt stehen.

»Es ist unser Ziel, in jeder Kategorie der Vermögensanlage mindestens ein nachhaltiges Finanzprodukt anzubieten. Wir haben im Berichtsjahr kontinuierlich in die Expertise unserer Beraterinnen und Berater investiert und sie durch Schulungen ESG-fit gemacht«, sagt Martin Melchior.

Die Deutsche Bank hat im Berichtsjahr ihre telefonischen und digitalen Zugangskanäle weiter konsequent ausgebaut, um dem veränderten Kundenverhalten gerecht zu werden. 2021 seien die Nutzerzahlen im Mobile- und Video-Banking sowie die digitalen Produktabschlüsse erneut gestiegen: » Heute lässt sich beinahe jedes Bankprodukt, auch die komplexe Baufinanzierung, per Medieninformation qualifizierter Videoberatung außerhalb unserer Filial-Öffnungszeiten abschließen«, führt der Filialdirektor dazu aus. Der Trend zu den eigenen vier Wänden ist in Gießen ungebrochen, geht aus dem Bericht hervor. Zudem hätten die Gießener 2021 erneut mehr investiert, um ihr Zuhause auszubauen oder zu verschönern. »Immobilieneigentümer profitieren von der Inflation«, so Melchior.

»Während Mieter mit steigenden Mieten rechnen müssen, überweisen Käufer weiter die gleiche Kreditrate an die Bank.« Dabei würde auch bei der Baufinanzierung das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger, weshalb die Deutsche Bank ihr Produktportfolio erweitert und bald ein Klimadarlehen angeboten wird. Das Klimadarlehen ist eine bausparunterlegte Baufinanzierung, die sich für Modernisierungen sowie auch größere Sanierungen von Wohneigentum eignet. Es hilft Kunden bei der Energieeinsparung und Minderung des CO2- Ausstoßes bei Wohngebäuden, wird in dem Schreiben erläutert.

Laut Bericht betrug das Kreditvolumen zum 31. Dezember im Marktgebiet rund zwei Milliarden Euro, davon in Gießen 267 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von 6,9 Prozent im Marktgebiet und von 11,4 Prozent in Gießen. Bei Privatkrediten sei die Nachfrage dagegen leicht zurückgegangen.

»Wir begleiten kleine und mittelständische Unternehmen, wenn es darum geht, aus einem starken deutsch-europäischen Netzwerk heraus auf dem Weltmarkt zu agieren - mit wachsendem Erfolg«, so Frank Schulze, Marktgebietsleiter für Firmenkunden. Die Erträge im Geschäft mit dem Mittelstand erhöhten sich laut Mitteilung um acht Prozent.

Wegen der andauernden Corona-Pandemie hatte es 2021 hohe Priorität, Firmenkunden bei Finanzierungen zu unterstützen und ihre Liquidität zu sichern sowie ihr weiteres Wachstum - gerade auch weltweit - zu begleiten. Die Unternehmensbank arbeitete dafür eng mit Förderbanken auf Landes- und Bundesebene zusammen, etwa mit der KfW. Daneben hat sie Firmen bei Akquisitionen wie auch bei der Finanzierung von Nachfolgelösungen begleitet.

»Natürlich beschäftigen sich unsere Geschäftskunden intensiv mit den Folgen des Ukraine-Krieges«, so Frank Schulze. »Gerade jetzt stehen wir ihnen zur Seite - mit unserem weltweiten Netzwerk und mit schneller, praxisnaher Hilfe.« Die Bank hat eigens ein Informationsportal für Unternehmen eingerichtet. Es zeigt die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs ausführlich auf und gibt umfangreiche Hilfestellungen (https://www.deutsche-bank.de/ub/lp/helpdesk-osteuropa.html).

Die Deutsche Bank verurteilt in aller Schärfe den Angriff Russlands auf die Ukraine und hat in einem ersten Schritt eine Million Euro für die Menschen in der Ukraine gespendet; die Summe ist inzwischen um mehr als 500 000 Euro erhöht worden, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit gespendet wurden.

Geflohene Menschen aus der Ukraine können in den Filialen der Deutschen Bank auf vereinfachtem und schnellerem Weg Girokonten eröffnen, die vom monatlichen Grundpreis befreit sind, so Melchior. Kunden der Deutschen Bank bekommen zudem die Entgelte erstattet, wenn sie Auslandsüberweisungen an Menschen in der Ukraine tätigen.

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