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Neue Partner in Bangladesch

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Die Jagannath University in Dhaka, Bangladesch, vertreten durch Vizekanzler Imdadul Hoque (l., Mitte), und die THM, vertreten durch Präsident Matthias Willems (r.), wollen kooperieren und den Austausch zwischen Institutionen und Ländern fördern. © Jagannath University

Gießen/Dhaka (red). Sie ist mit 164 Jahren eine der ältesten Schulen für höhere Bildung in Bangladesch, seit 2005 Volluniversität mit knapp 19 000 Studierenden und seit diesem Monat eine der internationalen Partnerinnen der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM): In einem Online-Meeting hat Präsident Matthias Willems einen Kooperationsvertrag mit Prof.

Imdadul Hoque unterzeichnet, Vizekanzler der Jagannath University (JnU) in Dhaka.

»Wir starten heute eine gemeinsame Reise«, kommentierte Hoque. Willems sagte: »Diese Kooperation erweitert unsere Möglichkeiten, Studenten zu entsenden und dabei spannende Erfahrungen zu sammeln.« Die Initiative geht auf Prof. Rahamatullah Khondoker zurück, der selbst aus Bangladesch stammt und seit dem Sommersemester 2021 an der THM lehrt.

Der Wirtschaftsinformatiker vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung in Friedberg bedient die Schwerpunkte Automotive Security, IT-Sicherheit und Industrie 4.0. Entsprechend soll der Nukleus auch in den Computerwissenschaften liegen. Khondokers Kontaktperson in Dhaka ist Associate Professor Abu Layek.

Bevor Willems und Julia Böcher, Leiterin des International Office, dem Präsidium und den zahlreichen Dekanen der JnU die THM und Mittelhessen vorstellten, war es an Hoque, digital durch seine Hochschule zu führen: Die 1858 gegründete Schule in der Hauptstadt Bangladeschs ist bereits seit 1884 in der höheren Bildung tätig. Seit 1975 können an der Schule akademische Abschlüsse erlangt werden, 2005 wurde die höhere Schule vom Parlament Bangladeschs in eine Universität umgewandelt. An dieser studieren derzeit knapp 19 000 Männer und Frauen an sechs Fachbereichen mit 38 Instituten.

Etwa 40 Prozent der Lehrenden sind Frauen - ein Anteil weit über dem der THM. Die Hochschule hat 17 internationale Partnerschaften, aber einen sehr geringen Anteil ausländischer Studierender. Willems drückte seine Hoffnung aus, dass die Zusammenarbeit mit der THM dies bald ändere. »Eine Kooperation bleibt ohne Austausch auf der Fachebene leer«, sagte er und regte ein baldiges persönliches Kennenlernen an, worauf Hoque eine Einladung nach Dhaka aussprach. Er erinnerte sich als ehemaliger Dozent an den Universitäten Hannover, Hamburg und Kiel zudem an die hohe Qualität der Programme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, mit denen er vielen Studierenden den Aufenthalt in Mittelhessen schmackhaft machen wolle.

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