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Neue Perspektiven nach traumatischen Erlebnissen

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Joybrato Mukherjee © Red

Gießen (red). Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), reist an diesem Wochenende nach Polen. Gleich am Montag trifft er Vertreterinnen und Vertreter der polnischen Hochschulen und Wissenschaftsinstitutionen, um sich über die Entwicklung vor Ort seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf das Nachbarland Ukraine zu informieren.

»Ich möchte unseren polnischen Partnerorganisationen und Partnerhochschulen mit der Reise unsere Solidarität versichern und mich ausdrücklich bei ihnen bedanken. Polen hat bislang rund zwei Millionen Menschen aus der Ukraine aufgenommen, und die Hochschulen im Land tragen dazu bei, ukrainischen Studierenden und Forschenden nach ihrer traumatischen Flucht eine neue Perspektive zu bieten. Ich möchte insbesondere mehr über die Erfahrungen bei der Aufnahme und Begleitung ukrainischer Studierender und Forschender an den polnischen Hochschulen lernen und über Möglichkeiten zum Ausbau des akademischen Austausches zwischen Polen und Deutschland sprechen,« so Mukherjee, der auch Präsident der JLU Gießen ist. Er trifft vor Ort Vertreterinnen und Vertreter der akademischen Austauschorganisation NAWA, der polnischen Akademie der Wissenschaften, der polnischen Hochschulrektorenkonferenz und den Wissenschaftsförderorganisationen NCN und FNP (National Science Center und Foundation for Polish Science).

Man erhoffe sich aus den Gesprächen zudem Anregungen für die weitere Ausgestaltung des Engagements der deutschen Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen mit Blick auf ukrainische Flüchtlinge.

»Wir gehen in Deutschland von mindestens 100 000 ukrainischen Studierenden und Forschenden aus, die an unsere Hochschulen kommen werden. Wenn wir die Lage in Polen betrachten, sehen wir, dass uns in Deutschland für eine gute Vorbereitung auf die wachsende Zahl der Menschen, die bei uns Zuflucht suchen werden, nur noch wenig Zeit bleibt«, so Joybrato Mukherjee weiter.

Der DAAD hatte bereits Anfang März ein umfassendes Unterstützungsprogramm im Volumen von rund 80 Millionen Euro pro Jahr für die deutschen Hochschulen angemahnt, um ukrainischen Studierenden und Forschenden schnell eine akademische Perspektive in Deutschland bieten zu können. Foto: DAAD

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