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Neuer Lebensabschnitt beginnt

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Von: Julian Spannagel

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Das THM-Orchester »Applied Sounds« sorgte bei der »Ersti«-Begrüßungsfeier für den richtigen Sound. Foto: Spannagel © Spannagel

Mit Musik, guten Wünschen und vielen Informationen begrüßten die THM und die Stadt Gießen die Studienanfänger in der Kongresshalle. Es war der Auftakt der Studieneinführungswoche.

Gießen. Für eine Vielzahl von Studierenden der THM hat gestern ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Standesgemäß wurden sie in der Kongresshalle willkommen geheißen. Vizepräsidentin Katja Specht betonte, dass es trotz vieler pessimistischer Zukunftsprognosen stets auch die »Möglichkeit zu gestalten« gebe. Bei diesem ersten Schritt wolle man den Studierenden zur Seite stehen. Es ist der Anfang der Studieneinführungswoche gewesen.

Grußworte

Im mit über 1000 Menschen gut gefüllten Saal am Berliner Platz lauschten die »Erstis« zunächst einigen Redebeiträgen. Unter anderem Prof. Dr. Katja Specht, eine von fünf Mitgliedern des Vizepräsidiums hinter Präsident Dr. Matthias Willems, richtete ihre Worte an sie. Bei der THM wisse man, dass vielen Neuankömmlingen »Arbeits- und Zukunftsbilder« aufgrund der Einschränkungen in der Schule und potenziellen Auslandsaufhalten durch die Pandemie verwehrt geblieben sind. Um unter den Fittichen der THM einen »guten Start« zu haben, den sie allen »Erstis« wünsche, gab es für diese ein breites Programm.

Bevor sich dann die Studierenden in den Gruppen ihrer jeweiligen Fachbereiche verteilten, geleitet durch studienerfahrene Mentoren, hatte auch Bürgermeister Alexander Wright ihnen etwas zu sagen. Gießen sei quasi ein »Vorort von Frankfurt«, die THM wiederum habe das Naherholungsgebiet Schwanenteich zum »Vorgarten«. Dort könnten Studierende »auch mal die Seele baumeln lassen«, so Wright. Er pries weiterhin die Vorzüge der Stadt an, von den Giessen 46ers über Mathematikum und Gießkannenmuseum bis hin zum populären »Stadt ohne Meer«-Festival. Außerdem wies er auf die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder von Studierenden an der THM hin.

Untermalt wurde die Begrüßungszeremonie durch eine einwandfreie musikalische Darbietung des THM-Orchesters »Applied Sounds«, deren Interpretation des »Cranberries«-Klassikers »Zombie« auch einen Verweis auf den Krieg in der Ukraine beinhaltete.

Der THM-AStA-Vorsitzende Maurice Kontz las von einem Campingstuhl aus eine Geschichte vor, die vom nervigen Warten an der Ampel am Bahnübergang Frankfurter Straße, dem Zuspätkommen zur Vorlesung und ein aus dem Gedanken, sowieso schon zu spät zu sein, gekauften Frühstück handelte.

»Sowieso«, das hatte Wright in seiner Rede bemerkt, sei zudem so etwas wie eine Haltung in der Stadt, neben dem Namen der Kneipe, die Kontz bei seiner fiktiven morgendlichen Anfahrt ebenfalls passierte.

Die neuen BWLer, die auch die größte Gruppe von Studierenden bilden, was die Frage bei einem kleinen Quiz war, bei dem die »Erstis« Schätzfragen per Handzeichen beantworteten, blieben in der Kongresshalle. Weitere Erkenntnisse aus dem Spiel waren: Hebammenwissenschaft ist der neueste Studiengang und der Frauenanteil an der THM liegt bei 32 Prozent. Für alle anderen führte das Programm woanders und ebenfalls zu den entsprechenden Fachbereichen hin. Für alle gemeinsam gab es zudem ein »Meet & Greet« mit verschiedenen relevanten Gruppen.

Reges Treiben

Dort herrschte ein reges Treiben, die Vizepräsidentin hatte zudem bezüglich der Unterstützung seitens der THM nicht zu viel versprochen. Mittendrin Petra Krämer, auf die nun »Medizinisches Management« als Studienfach wartet. Bei einem Stand wird sie von der studentischen Aushilfskraft Eiman Shali zu Studienmöglichkeiten über Gießen hinaus beraten. Etwa, wenn es einmal ins Ausland gehen soll. Nachdem sie aufgeklärt wurde, freut sie sich, dass ihr Informationen an die Hand gegeben wurden. »Auf uns wird hier voll gut eingegangen«, findet die 19-Jährige. Zufrieden ist sie auch mit den vielen Flyern, die sie nun zur Hand hat. »Ich will mir die Zuhause in Ruhe durchlesen«, erklärt sie. Abgedruckte QR-Codes seien dafür praktisch. Die Studentin ist voller Aufregung angesichts des Studienstarts, was ihr allerdings auch gut tue.

Eine ihrer Kommilitoninen ist Jana Kaufmann, 20 Jahre alt. Von Bad Nauheim aus wird sie nach Gießen pendeln. Ein Stand informiert über das Angebot zum Sprachen lernen, was teils auch mit der JLU gemeinsam organisiert wird. Für Kaufmann kommt Spanisch infrage. »Ich finde das Engagement hier gut«, so die 20-Jährige mit Blick auf die breite Auswahl. Weiterhin gab es noch Auskunft über den Hochschulsport, den Solifonds oder den E-Sport der THM.

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Infos vor Ort und zum mitnehmen: Petra Krämer im Gespräch mit Eiman Shali. Foto: Spannagel © Spannagel

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