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Neuer Vorsitzender des Bündnisses gegen Depression Gießen

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Johannes Krautheim (r.) folgt als Vorsitzender auf Michael Franz. © BgD

Dr. Johannes Krautheim, Oberarzt an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen, tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Michael Franz an..

Gießen (red). Die Mitglieder des Bündnisses gegen Depression in Gießen haben einen neuen Vorsitzenden gewählt: Dr. Johannes Krautheim, Oberarzt an der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen, tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Michael Franz an. Der Ärztliche Direktor des Vitos Klinikums Gießen-Marburg gehört weiterhin zum Vorstand.

Dr. Krautheim leitet an der Vitos Klinik in Gießen die Schwerpunktstation für affektive Störungen - zu diesen Krankheitsbildern zählt vor allem die Depression. »Die Erkrankung kommt sehr häufig vor, aber trotzdem spricht kaum jemand darüber, wenn er selbst oder Angehörige betroffen sind«, sagt er. »Das Bündnis gegen Depression schafft einen Raum, in dem man sich offen über dieses Thema informieren und austauschen kann. Ich möchte dazu beitragen, diesen wertvollen Raum zu erhalten und auszubauen.«

Wichtig ist dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Betroffenen, Angehörigen sowie dem Fachpersonal in professionellen Hilfeeinrichtungen. Denn: »Betroffene wissen oft gar nicht, wie ihnen geschieht, kennen Hilfsangebote nicht und wissen vor allem nicht: Das, was ich erlebe, ist gut behandelbar! Daher fühlen sie sich oft allein und isoliert.«

Seit seiner Gründung im Jahr 2019 hat das Bündnis mit mehreren Kulturveranstaltungen und Vorträgen auf das Thema Depression sowie die Hilfsangebote in der Region auf sich aufmerksam gemacht: unter anderem mit Konzerten, Filmvorführungen, Online-Vorträgen und Lesungen.

Dabei stand und steht weiterhin die Netzwerkarbeit unter den Betreibern von Hilfsangeboten im Mittelpunkt - ebenso wie die Information und Vermittlung von Betroffenen und Angehörigen an die entsprechenden Stellen.

»Wir wollen die Depression aus der Tabuzone holen. Wir wollen den Betroffenen sagen: Ihr müsst euch für eure Krankheit nicht schämen, denn ihr seid nicht schuld daran. Ihr könnt Hilfe bekommen, wenn ihr das wollt«, sagt Prof. Dr. Michael Franz. »Mit Dr. Krautheim hat das Bündnis einen neuen Kopf mit hoher Fachkompetenz. Das hat er bereits in seiner Arbeit für die Depressionsstation bei Vitos in Gießen bewiesen. Hier hat er entscheidend dazu beigetragen, ein innovatives, für die Patientinnen und Patienten individuell zugeschnittenes Therapiekonzept umzusetzen. Er ist sehr engagiert, davon wird das Bündnis profitieren.«

Für die kommende Zeit hat der Verein weitere Pläne: So sind - sofern es die Pandemie zulässt - Schulungen auf kommunaler Ebene oder in Bildungseinrichtungen geplant. Außerdem soll es weiterhin regelmäßige Informationsveranstaltungen für die Öffentlichkeit geben.

Dem Vorstand des Bündnisses gegen Depression gehören nun folgende Personen an: Dr. Johannes Krautheim (Vorsitzender), Prof. Dr. Michael Franz (Vitos Klinikum Gießen-Marburg), Prof. Christina Schwenck und Prof. Rudolf Stark (beide Fachbereich Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen), Dr. Bernd Hanewald (Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKGM Gießen), Alexandra Uhl (Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Gießen) sowie Horst Mathiowetz (Geschäftsführer Förderverein seelische Gesundheit).

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