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Neues Haus für Labore und Co.

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So soll es aussehen: Das Gebäude C2 der THM in Friedberg. Entwurf: Reichel Schlaier Architekten GmbH © Red

Friedberg (red). Die räumliche Erweiterung der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Friedberg wird mit einem Bauprojekt an der Karlsbader Straße fortgesetzt. Dazu wurde 2021 der »Neubau des Technologiezentrums Gebäude C2 in Holz- oder Holzhybridbauweise« als Realisierungswettbewerb ausgeschrieben. Überzeugt hat dabei der Plan des Stuttgarter Architekturbüros Reichel Schlaier.

Auf dem Gelände der ehemaligen »Housing-Area« in Friedberg hat die THM wenige Meter von ihrem Campus an der Wilhelm-Leuschner-Straße entfernt vor fünf Jahren bereits ein Gebäude für mehrere Fachbereiche bezogen. In dessen Nachbarschaft soll das geplante Technologiezentrum fast 1900 Quadratmeter Fläche bieten. Zur Umsetzung des Projekts stehen rund 20 Millionen Euro aus dem Investitionsprogramm HEUREKA zur Verfügung.

Der Neubau C2, der vor allem Labore, Seminarräume und Büros beherbergen wird, ist für den Friedberger Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie bestimmt. Bei seiner Planung sollen wegweisende Ideen im Holzbau und das breite Anwendungsspektrum des nachwachsenden Rohstoffs Holz aufgezeigt werden. Die Fristen für die Abgabe von Plänen und Modellen endeten im Januar.

Unter dem Vorsitz der Architektin Ulrike Lauber hat das Preisgericht kürzlich 16 eingereichte Beiträge bewertet und davon fünf in die engere Wahl gezogen. Kriterien der Beurteilung waren unter anderem städtebauliche Aspekte, die Qualität der architektonischen Gestaltung, Funktionalität, aber auch Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Barrierefreiheit.

Den mit 60 000 Euro dotierten ersten Rang erkannte die Jury dem Stuttgarter Architekturbüro Reichel Schlaier zu. Damit verbunden ist die Empfehlung des Preisgerichts, »die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit der Realisierung zugrunde zu legen.« Zur Begründung wird angeführt: »Der Entwurf bietet einen sehr positiven Vorschlag für die städtebauliche Disposition. Es wird eine angemessene Vorzone zur Eingangssituation gebildet. Der Baukörper überzeugt in seiner ruhigen Ästhetik, er ist feinstrukturiert und unaufgeregt.«

»Mit Blick auf das umfangreiche Raumprogramm und die angestrebte innovative Holzkonstruktion war die Aufgabenstellung schwierig«, befindet THM-Vizepräsident Prof. Dirk Metzger, als Architekt im Präsidium für die Strategische Bauplanung und das Facility Management der Hochschule zuständig. Der erstplatzierte Entwurf überzeuge »in vielfacher Hinsicht: durch die vorgeschlagene Architektur, die Umsetzung in zwei Bauabschnitten und die Erschließungs- und Innenraumqualitäten«, so Metzger.

In Folge des Wettbewerbsergebnisses stehen Vergabeverfahren für die Planer an. Danach können die Planungen zur Vorbereitung und Durchführung der Bauarbeiten beginnen, deren Abschluss im Jahr 2026 angestrebt wird.

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