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Nur ein Antrag zum Haushaltsplan

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Holzplatten sind vor den Fenstern des Anwesens in der Untergasse angebracht. Doch die Untere Denkmalschutzbehörde hat Einwände gegen Größe und Form. Foto: Jung © Jung

Tempolimit und die Zustände am Anwesen Untergasse wurden erneut im Ortsbeirat Allendorf diskutiert. Außerdem nahm das Gremium den Entwurf zum Haushaltsplan für 2023 zur Kenntnis.

Gießen. Den Entwurf zum Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2023 nahm der Ortsbeirat zur Kenntnis. Nur einen Antrag zum umfangreichen Zahlenwerk hatte das Gremium zu beraten. Gelder für die »Blackout-Vorsorge« beantragte die CDU. Die übrigen Fraktionen - anwesend waren ein CDU-Vertreter, SPD und FW - fanden diesen Antrag zunächst gut, störten sich aber an der geforderten Summe, die der Magistrat für die Vorsorge im Falle eines Stromausfalls einstellen soll.

Antragsteller Karl Kramer lenkte ein und zeigte sich damit einverstanden, dass sein Antrag geändert wurde und dies vorbehaltlich auf der Basis einer Machbarkeitsstudie und einer Kostenkalkulation zu erfolgen hat. Zudem bitten die Bürgervertreter die Stadtwerke Gießen sowie die Stadthallen GmbH, die Sport- und Kulturhalle in Allendorf/Lahn zur Notunterkunft auszubauen. Das Votum zum abgeänderten Antrag fiel einstimmig aus.

Finanzielle Vorsorge bei Stromausfall

Begonnen hatte die Sitzung mit einer Ortsbesichtigung in der Untergasse vor dem Anwesen, das in den vergangenen Tagen für Wirbel sorgte (der Anzeiger berichtete). Mittlerweile sind die Fenster im Untergeschoss des denkmalgeschützten Fachwerkhauses mit großen hellen Holzplatten gesichert. Das rief die untere Denkmalschutzbehörde bei der Stadt auf den Plan, nachdem Ortsvorsteher Thomas Euler sie informierte. Sie ordnete gegenüber dem Eigentümer an, die Holzabdeckungen auf Fenstergröße zu verkleinern und mit brauner Farbe zu streichen, damit sie aussehen wie Fensterläden, berichtete Euler. Einstimmig verabschiedete der Ortsbeirat den Antrag der SPD an den Magistrat, die Missstände auf dem Grundstück zu beseitigen, wie diese Zeitung bereits berichtete. Euler machte deutlich, dort müssten wieder Wohnungen entstehen, so wie es bis 2021 gewesen sei. Es herrsche Wohnungsnot in der Stadt. Ihm sei es zu wenig, was die Stadt bisher unternommen habe, neben der verwaltungstechnischen müsse vom Magistrat eine politische Reaktion zu dieser Situation erfolgen. Einstimmig fiel die Abstimmung aus.

Eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 50 km/h, idealerweise aber 30 km/h, fordern die Bürgervertreter für die Hoppensteinstraße und den Triebweg. Bislang gilt hier kein Tempolimit. Drei offizielle Wanderwege führen über die Straße und ein Wohngebäude sowie eine Gaststätte befinden sich am Straßenzug Hoppensteinstraße, so die Begründung.

Eine Verbesserung der Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche und Senioren im Kleebachdorf will der Ortsbeirat erreichen. Auf Anregung der CDU soll wieder die beliebte Tischtennisplatte auf dem Schulhof der Grundschule aufgestellt werden. Am Basketballkorb neben dem Sportplatz fehlt das Netz. Das Gartenamt soll die Bespielbarkeit des neu angelegt Bolzplatzes regelmäßig überprüfen. »Sportlich für alle« könnte es an geeigneter Stelle in Allendorf zugehen, wenn die Stadt den Wunsch des Gremiums erfüllt und einen Fitnessparcours mit einigen Outdoor-Geräten aufstellt. »Sport an der frischen Luft ist gesund«, machte Antragsteller Dirk Steinmüller deutlich.

Kleebachbrücke und Blühwiesen

Als Ortsgerichtsvorsteher schlug das Gremium einstimmig Gerhard Greilich, der dieses Amt bereits bekleidet, für weitere zehn Jahre vor.

Die vorhandenen Balken des Widerlagers der Kleebachbrücke wurden von einem Holzrestaurator gesichtet und der noch verwendbar erscheinende Balken restauriert, schreibt Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich dem Gremium. Er ist bei der Unteren Denkmalschutzbehörde gelagert. Die Aufstellung und Integrierung in die Grünfläche bei der Kleebachbrücke sei in das Arbeitsprogramm der Unteren Denkmalschutzbehörde aufgenommen. Erste Blühwiesen sind im Ehrsamer Weg angelegt worden, wie es sich die Allendorfer gewünscht hatten. Allerdings hat die Stadt derzeit keine personellen Kapazitäten, um dieses Vorhaben großflächig voranzubringen. Für den Haushalt 2023 sind zusätzliche Stellen für das Gartenamt beantragt, informierte Weigel-Greilich.

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