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Optimale Ausbildungsbedingungen

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Von: Ingo Berghöfer

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Mit 21 Mitgliedsbetrieben im Landkreis ist die Innung, der Frank Kreiling vorsteht, eine der kleineren. Gleichwohl ist auch hier jede dritte Ausbildungsstelle nicht besetzt, obwohl man für die Ausbildung angehender Raumausstatter in der Willy-Brandt-Schule optimale Bedingungen habe, im Gegensatz zu anderen Branchen gut durch die Pandemie gekommen und auch für die Zukunft gut aufgestellt sei.

Derzeit hoffe man, verstärkt Studienabbrecher für den eigenen Beruf motivieren zu können, sagt Kreiling. Das, was er einen der größten Vorzüge eines abwechslungsreichen Berufs nennt, sei auch ein Handicap vieler Handwerksbetriebe. »Man sieht am Abend, was man geleistet hat. Aber leider erkennt es unsere Gesellschaft nicht sonderlich an, wenn man mit seinen Händen arbeitet«, bedauert er. Das gelte besonders für seinen Beruf, der 2004 aus der Handwerksrolle gestrichen und erst 2020 wieder aufgenommen worden sei.

Bis zu 40 000 Euro koste einen Betrieb die Ausbildung zum Meister. Das bevorteile Großbetriebe, die ganz andere Konditionen bieten könnten als ein kleiner Handwerker.

Wer aber durchhält, werde mit einem derzeit stark nachgefragten, vor allem aber kreativen Beruf belohnt, in dem jeden Tag Lösungen für die Wünsche der Kunden gefunden werden müssen. »Raumausstatter haben jeden Tag Meisterprüfung«, meint Kreiling, »und die ist erst dann bestanden, wenn der Kunde das Projekt abnimmt«. (ib)/Foto: Ch-info.ch

(CC-by-sa-3.0)

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