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Organspende als Unterrichtsthema

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Auch Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier kam zum Informationstag an die Theodor-Litt-Schule. Foto: IKK/ Schepp © IKK/ Schepp

Gießen (red). Wie ist es, auf ein lebenswichtiges Organ zu warten? Und wie fühlt es sich an, eines zu erhalten? Wie läuft eine Organspende eigentlich ab? Diese und viele weitere Fragen wurden beim Organspendetag der IKK-Südwest an der Theodor-Litt-Schule in Gießen beantwortet.

Unterstützt von zahlreichen Partnern sprachen Experten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, des Vereins Junge Helden sowie Betroffene zu den jungen Erwachsenen in der Aula der Schule. Mit dabei war auch Ministerpräsident a.D. Volker Bouffier, der die Schirmherrschaft für diesen Tag übernommen hatte. »In den letzten Jahren ist, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, die Spendebereitschaft zurückgegangen. Deshalb ist es wichtig, über das Thema Organspende zu sprechen, aufzuklären und deutlich zu machen, dass Menschen geholfen werden kann, die ohne eine Organspende nicht mehr weiterleben können«, betont Bouffier. IKK-Südwest-Vorstand, Prof. Dr. Jörg Loth, ergänzt: »Als regionale Krankenkasse liegt es uns am Herzen, zu diesem lebenswichtigen Thema aufzuklären und den Schülerinnen und Schülern vor Ort auf ungezwungene Weise Informationen mit auf den Weg zu geben«. Die Lehrkräfte der Theodor-Litt-Schule hatten das Thema Organspende in den vergangenen Wochen in den Unterricht integriert. Vor Ort konnten nun noch offene Fragen mit den Experten geklärt und Erfahrungsberichten gelauscht werden. Michael Brumhard, Schulleiter der Theodor-Litt-Schule, sagt: »Das Thema Organspende wird gerne verdrängt. Es ist uns als Schule wichtig, dass sich die Schüler mit der Thematik auseinandersetzen«.

Das Thema Organspende ist schon früh relevant: Bereits mit 14 Jahren kann einer Organspende widersprochen werden, mit 16 Jahren kann die Entscheidung für oder gegen eine Organentnahme auf einem Ausweis dokumentiert werden.

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