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Pilot aus Segelflieger gerettet

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Groß war die Zahl der zu Ehrenden bei der FFW Rödgen, doch nur ein Teil von ihnen war anwesend. Foto: Jung © Jung

75 Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Gießen-Rödgen 2022 ausrücken, blanzierte Wehrführer Christoph Horn bei der Jahreshauptversammlung. Auch Neueintritte bei den Minis gab es zu vermelden.

Gießen. Das Jahr 2022 musste die Freiwillige Feuerwehr Rödgen - wie im Jahr zuvor auch - mit Onlineunterrichten beginnen. »Corona-bedingte Vorschriften machten uns einen gemeinsamen Übungsdienst nicht möglich«, blickte Wehrführer Christoph Horn bei der Jahreshauptversammlung zurück.

Mit Torben Meins gibt es zum ersten Mal einen zweiten stellvertretenden Wehrführer. »Die Arbeit und der damit verbundene Zeitaufwand, eine Feuerwehr zu führen, wird immer intensiver«, machte Horn deutlich. Mit einer einfachen Übung, wie einem »Standard Löschangriff« auf dem Hof sei es nicht mehr getan. Neue Geräte und das Spektrum der Einsätze, das sich immer mehr erweitert, erfordere größeren Zeitaufwand. In Zahlen liest sich das so: 75 Einsätze, aufgeteilt in zwölf Brandeinsätze, 20 Hilfeleistungen und 43 Fehlalarme, die zum größten Teil durch Brandmeldeanlagen ausgelöst werden. Aber auch böswillige Auslösungen dieser Anlagen gibt es zum Leidwesen der Freiwilligen. Ungewöhnlich für die Rödgener Blauröcke war der Absturz eines Segelfliegers, bei dem der Pilot »Glück im Unglück« hatte. Die Einsatzkräfte halfen bei der Rettung aus seiner Maschine.

Der Wehrführer bezeichnete das abgelaufene Jahr als »Routine« mit Sturmeinsätzen, Verkehrsunfällen, Ölspuren und anderem. Vier Mitglieder traten aus der Einsatzabteilung aus, fünf neue kamen hinzu. Vier Frauen und 21 Männer sind ehrenamtlich im Dienst am Nächsten unterwegs. Sie leisteten 2324 Stunden, davon 353 Stunden Einsätze, 1369 Stunden Aus- und Fortbildung, 424,5 Stunden Brandsicherheitsdienste und sonstige Veranstaltungen mit 177,5 Stunden.

Schutz der Bürger

Der Wehrfrührer betonte: »Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in Rödgen noch Menschen haben, die sich ehrenamtlich für die Feuerwehr einsetzen und somit den Schutz der Bürgerinnen und Bürger von Gießen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, gemeinsam mit anderen Feuerwehren sicherstellen«.

Er bedauerte, der Trend in der Feuerwehr ehrenamtlich aktiv mitzuarbeiten, gehe zurück. Und deshalb müssen auch die Rödgener gegensteuern und sammeln Ideen. Erste Ansätze sind schon umgesetzt.

Brandschutzdezernent Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher dankte den Ehrenamtlern für ihr großes Engagement. Die Leiterin vom Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz, Martina Klee, beförderte nach ihrem Grußwort Malte Weber zum Feuerwehrmann, Marcelle Hilden und Frederic Ernsting zu Löschmeistern, Christoph Horn zum Oberbrandmeister und Steffen Schmidt zum Hauptbrandmeister.

Raumausstattung Schmidt wurde als Partner der Feuerwehr ausgezeichnet. Mit Tobias Schmidt ist bereits die dritte Generation der Firma Mitglied in der Feuerwehr. Stellvertretend für den Inhaber Burkhard Schmidt nahm Tobias Schmidt die Auszeichnung entgegen. Das Unternehmen überreichte eine Spende von 750 Euro.

Die Jugendfeuerwehr besteht aus vier Jungen und fünf Mädchen, die 230 Stunden bei der Feuerwehr verbrachten. Ein Highlight war die gemeinsame Übung mit der Einsatzabteilung im Sportheim, wo eine Fettexplosion mit anschließender Brandausbreitung ein Einschreiten der Brandschützer erforderte. Ballsport stand auf dem Übungsplan ebenso wie die Wasserspiele beim Sommerfest der Kita Rödgen, berichtete der neue Jugendfeuerwehrwart Frederic Ernsting.

Geocaching

Drei Neueintritte verzeichnete die Minifeuerwehr, ein Kind wurde an die Jugendfeuerwehr übergeben und so betreute Minifeuerwehrwartin Melanie Schmidt acht Kinder, fünf Jungen und drei Mädchen. Sie trafen sich zu 19 Veranstaltungen mit 324 Stunden. Einsatzstellen nach Koordinaten suchen, kurz Geocaching genannt, stand auch auf dem breit aufgestellten Übungsplan.

Groß war die Zahl der Ehrungen, doch nur ein Teil der zu Ehrenden war anwesend. Auszeichnung erhielten für 25 Jahre: Henri Becker, Laura Marx, Torben Wagner, Jonas Wismar, Sonja Alfa, Klaus Arnold, Konrad Behringer, Alfred Grothe, Gisela Gutenberg, Ingrid Hannak, Michelle Hoffmann, Helmut Peucker, Patrick Pichl, Melanie Schmidt, Daniel Wendling.

40 Jahre: Werner Döring, Kurt Hahn, Bernd Inderthal, Dieter Kraushaar, Roland Pöffel, Michael Rabenau, Petra Schäfer, Jörg Steinmüller, Hermann Titz, Hugo Walldorf, Anette Weber, Jürgen Becker und Horst-Peter Möller.

50 Jahre: Günter Bellof, Josef Hannak, Günter Kreisel, Frank-Dieter Runge und Hartwig Klos.

60 Jahre: Karl-Ludwig Arnold, Ernst-Ludwig Balser-Kutt, Egon Fritz, Jürgen Schmidt, Dieter Schmitt, Hans-Werner Freund und Reiner Wagner.

70 Jahre: Walter Klos.

Mit »Hütte voll, Töpfe leer«, beschrieb der Vorsitzende Marcelle Hilden das Erbseneintopfessen, das noch nie so gut besucht war. Bei den Vorstandswahlen wurde er als Vorsitzender bestätigt. Dem Vorstand gehören außerdem Stellvertretender Vorsitzender Alexander Rein, Kassenverwalter Tobias Schmidt und Schriftführerin Kerstin Preßler an. Stehende Ovationen gab es bei der Verabschiedung für Andreas Brosche nach 27 Jahren im Vorstand.

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