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Plätzchen, Deo und ein netter Gruß

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Von: Thomas Wißner

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Claudia Horn und Markus Machens freuen sich über die ersten Päckchen, die bereits abgegeben wurden. Foto: Wißner © Wißner

Der Gießener Markus Machens und seine Freunde von der Straße bitten wieder um Unterstützung bei der Spendenaktion »Nikolaus im Schuhkarton«. Päckchen können schon abgegeben werden.

Gießen. Der Einzug von Lebkuchen und Spekulatius in die Regale der Supermärkte hat mittlerweile eine Signalwirkung für das ehrenamtliche Wirken der privaten Obdachlosenhilfe »Markus und seine Freunde auf der Straße«, denn inzwischen stapeln sich bereits die ersten Pakete für die Hilfsaktion »Nikolaus im Schuhkarton« im Büro von Markus Machens in der Frankfurter Straße.

Insgesamt 7000 Geschenkepakete konnten Machens und seine Helfer im vergangenen Jahr an Obdachlose und erstmals auch an Hochwasseropfer in Nordrhein Westfalen und Rheinland Pfalz verteilen. Und in diesem Jahr hat sich der Möbelschnäppchenhändler die doppelte Anzahl als Ziel seiner mittlerweile sechsten Aktion gesetzt. Unterstützt wird die Obdachlosenhilfe dabei von Sebastian Gössl aus Haiger-Weidelbach und seiner Hilfsaktion »Sepp & Co«. Bei der abschließenden Verteilung der Päckchen in Gießen, Marburg und Frankfurt, aber auch in Berlin, Hamburg und Karlsruhe gibt es Unterstützung von den »Helferfreunde Frankfurt« und im Bahnhofsviertel Frankfurt von »Muslime und Freunde«. Erneut lautet das Motto »Jeder kann helfen«. Wie Machens berichtet, sind es oftmals die kleinen Dinge, die Großes bewirken können und betont: »Hier geht es um Menschen in Not! Das Hauptaugenmerk liegt darauf, mit dem zu helfen, was am notwendigsten gebraucht wird«, so Machens, der weiß wovon er spricht. Vor vielen Jahren hatte auch ihn das Schicksal ereilt, war er selbst in Not geraten und ist durch Freunde und Helfer aus dieser Lage herausgekommen.

Mit kleinen Dingen Großes bewirken

Deshalb weiß er auch, wie man gemeinsam mit vielen Freunden und Unterstützern am besten Hilfe leisten kann - ob nun bei Obdachlosen, Erdbebenopfern oder auch in den deutschen Hochwasserkatastrophengebieten. Vor drei Jahren hat er die private Initiative »Markus und seine Freunde auf der Straße« gegründet. »Nikolaus im Schuhkarton« fand bereits in den Jahren zuvor und nunmehr zum sechsten Mal statt. Dabei geht es darum, Päckchen mit Hygieneartikeln, Mützen oder Schals, Socken und Süßigkeiten, Rasierer und Deo, Shampoo, Zahnbürste und Zahnpasta und natürlich auch mit ein paar Plätzchen zu packen, damit diese am Nikolaustag an Obdachlose verteilt werden können, um so möglichst viele Menschen in Not glücklich zu machen. Im Corona-Jahr 2020 wurde mit fast 9000 Päckchen der bisherige Spitzenwert erreicht, der auf jeden Fall in diesem Jahr wieder übertroffen werden soll. Die Päckchen dürfen gerne auch hübsch verpackt sein, denn, »Wer freut sich nicht darüber, ein Geschenk auszupacken? Natürlich sollte ein kleiner persönlicher Gruß nicht fehlen. Darüber freuen sich die Empfänger besonders. Auch ein von Kindern gemaltes Bild darf gerne mit rein«, wirbt Machens.

Alkohol und Obst tabu

Es gibt aber auch Tabus: »Auf keinen Fall sollten Alkohol, Tabakwaren oder frisches Obst (auch keine Mandarinen) rein. Bitte auch kein Messer.« Ein kleiner Hinweis, ob der Karton für eine Frau oder einen Mann sein soll, wäre aber hilfreich. Gesondert abgegeben werden sollten, weil viele Obdachlose auch einen tierischen Begleiter haben, Futter für die Vierbeiner. Verteilt werden die Päckchen am 6. Dezember in Gießen, Marburg und Frankfurt, aber auch in Berlin, Hamburg und Karlsruhe.

Die Päckchen können bis 5. Dezember in der Frankfurter Straße 12b im Möbelschnäppchenmarkt von Montag bis Freitag zwischen 9 und 19 Uhr und samstags zwischen 9 und 17 Uhr abgegeben werden.

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