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Positive Entwicklung setzt sich fort

Gießen (red). Im November waren 15783 Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen arbeitslos gemeldet. Im Vormonat waren es 444 Menschen mehr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 4,2 Prozent. Im November des Vorjahres waren 2637 Menschen mehr gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent

»Entwicklung nicht überinterpretieren«

»Trotz kalter Temperaturen, sank die Zahl der Erwerbslosen den dritten Monat in Folge, wenn auch nicht so stark wie in den Vormonaten«, kommentiert Michael Beck, Geschäftsführer Operativ der Arbeitsagentur Gießen in einer Pressemitteilung. »Die aktuelle Entwicklung am hiesigen Arbeitsmarkt ist zwar positiv, sollte jedoch nicht überinterpretiert werden. Der Bestand an offenen Arbeitsstellen war im November leicht rückläufig, nachdem der Bestand seit März fast monatlich kontinuierlich anstieg. Der weitere Verlauf wird sicher auch von der Entwicklung der Pandemie und der damit möglicherweise zu erwartenden politischen Entscheidungen abhängen.«

Im November haben 847 kurzarbeitende Betriebe im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen einen Antrag auf Auszahlung von Kurzarbeitergeld (KuG) gestellt und auch bewilligt bekommen. Das waren zwölf betroffene Betriebe weniger als im Vormonat Oktober.

In der sogenannten Unterbeschäftigung im engeren Sinne ist die Anzahl der Menschen erneut gesunken. Im November waren 22071 Menschen registriert. Ein Jahr zuvor waren noch 2781 Personen mehr verzeichnet. Arbeitgeber meldeten im November der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau insgesamt 1428 neue Stellen. Das waren 240 offene Arbeitsstellen weniger als im Oktober, jedoch 170 Stellen mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Der Bestand an offenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen sank leicht um 45 auf 6838. Im November des Vorjahres waren noch 1619 Stellen weniger gemeldet.

Die Arbeitslosigkeit ist bei Männern und Frauen gleichermaßen zurückgegangen. Im abgelaufenen Monat November waren 8892 Männer erwerbslos registriert. Das waren 214 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat. Im November 2020 waren 1794 Männer mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 4,4 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 5,4 Prozent.

6891 Frauen waren im November arbeitslos gemeldet, 230 weniger im Vergleich zum Vormonat und 843 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 auf 3,9 Prozent. Im November 2020 betrug die Quote 4,4 Prozent.

Im Berichtsmonat November waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen 1365 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet. Im Vormonat waren 64 junge Erwerbslose mehr gemeldet. Im November des Vorjahres waren 303 Personen unter 25 Jahre mehr registriert. Die Arbeitslosenquote sank von 3,6 auf 3,4 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 4,1 Prozent.

Die Erwerbslosigkeit der älteren Arbeitnehmer ab 50 Jahre sank um 122 auf 5314. Im Vorjahr waren noch 501 Personen mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 4,0 Prozent, 0,1 Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Im Vorjahr lag die Quote bei 4,5 Prozent. Im abgelaufenen Monat November waren im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen 5850 Langzeitarbeitslose (Dauer der Arbeitslosigkeit länger als sechs Monate) registriert. Das waren zwar 181 weniger zum Vormonat, und 20 Personen weniger im Vergleich zu November 2020. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen am Bestand aller Arbeitslosen im Agenturbezirk Gießen lag im Monat November bei 37,1 Prozent.

Zum Bezirk der Arbeitsagentur Gießen gehören der Landkreis Gießen, der Vogelsbergkreis und der Wetteraukreis. In den Landkreisen Wetterau und Gießen ist die Erwerbslosigkeit gesunken, im Vogelsbergkreis ist sie unverändert zum Vormonat und verharrt bei 3,4 Prozent. Im Kreis Gießen waren im November insgesamt 7509 Menschen erwerbslos gemeldet, 240 Arbeitslose weniger als im Oktober. Im Vorjahr waren 950 Personen oder 11,2 Prozent mehr registriert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 5,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 5,7 Prozent.

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