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Premiere für die Super Drei

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Haben die Hits der Ärzte im Programm (von links): Konrad Manz, Tim Gilbert und Uwe Walther. Foto: Band © Band

Gießen (red). »Also ich, ich hab drei Jungs da draußen, die sind drauf und dran, dich alle zu machen.« So beginnt der Song »Super Drei« des Punkrock-Trios Die Ärzte. Dieses Konzept gefällt auch drei musikalischen Männern aus Gießen und dem Umland. Sie haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Songs der Ärzte auf die mittelhessischen Bühnen zu bringen, und legen ab sofort unter dem naheliegenden Namen Super Drei los.

In Gießen spielen sie an diesem Samstag, 18. Juni, um 20 Uhr auf der StadtRaumBühne.

Die Idee, eine Ärzte-Tribute-Band ins Leben zu rufen, hatten Konrad Manz (Bass, Gesang) und Tim Gilbert (Gitarre, Gesang) schon länger. »Konrad und ich haben zusammen bei der 80er-Coverband 80s.now gespielt und schon damals immer gewitzelt, dass es doch toll wäre, wenn wir mal nur Ärzte-Covers machen würden.« Beide Musiker sind seit ihrer Jugend große Fans der Berliner Punkband. Wie das oft so ist - die Idee verschwand in der Schublade. Doch dann trafen sich Gilbert und Manz wieder, mitten im Corona-Sommer, um testweise für ein geplantes Akustik-Projekt einer befreundeten Musikerin zu proben. Auch aus diesem Projekt wurde nichts, aber für Manz und Gilbert wurde es ein langer Abend, denn sie begannen aus Spaß, akustisch ein paar Ärzte-Songs zu spielen. »Das hat so einen Spaß gemacht«, erzählt Konrad Manz und schnell war klar: Die Tribute-Band-Idee soll Wirklichkeit werden.

Die beiden probierten aus, welche Songs gut passen würden. »Jetzt ist es so, dass ich vornehmlich die Bela-B.-Songs singe und Tim die Farin-Urlaub-Titel.« Bands hat Manz schon viele gehabt - in Erinnerung sind sicher vielen Gießenern noch die »Love Agents« - eine »Finnen«-Band, die unter anderem bei Sommerfest »Ya Hozna« der Kulturinitiative Gießen ihre Bühne fanden. Von den »Love Agents« und einigen weiteren Projekten kannte Konrad dann auch Schlagzeuger Uwe Walther (auch: »Turbo Sapienowa«), der heute der Dritte im Bunde ist. »Das ging dann ganz schnell«, erinnert sich Tim Gilbert. Es folgte die erste Probe zu dritt und schon war klar, dass man die »Super Drei« voranbringen möchte. Uwe Walther hatte dazu den passenden Proberaum in den Räumen der KiG - man renovierte gemeinsam und zog fortan an einem Strang.

Erste Auftritte in privatem Rahmen kamen gut an. Im Mai hat die Gruppe ihre öffentliche Live-Premiere im »Irish Inn« in Wetzlar gespielt. Ihr Repertoire: Ein Potpourri aus allen Platten von Die Ärzte, ausgenommen dem neuesten Album. An den Ärzten schätzen die Musiker, dass die Titel nicht nur »Schrammel-Punk« sind, sondern zuweilen auch musikalisch anspruchsvoll, dazu gepaart mit intelligenten Texten. Außerdem: »Wenn du als Ausgleich zu deinem Job auf einer Bühne stehen kannst und öffentlich ›Arschloch‹ schreien darfst, hat das was Therapeutisches«, lacht Tim Gilbert in Anspielung auf den Ärzte-Hit »Schrei nach Liebe«. Für ihre Auftritte versprechen sie vor allem eins: Jede Menge Spaß. Und »viel Gelaber, wie beim Original eben auch«.

Die Live-Premiere in Gießen der »Super Drei« gibt es am Samstag, 18. Juni, um 20 Uhr im Rahmen des Musikalischen Sommers auf der mobilen StadtRaumBühne, die laut aktueller Planung auf dem Johannette-Lein-Platz steht. Der Eintritt ist frei.

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