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Premiere für zwei Kammeropern im Kleinen Haus

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Gießen (red). Ein Sci-Fi-Opernabend mit den beiden Kammeropern »Valerie’s Voice« und »Prothesen der Autonomie« feiert am heutigen Freitag um 20 Uhr Premiere im Kleinen Haus des Stadttheaters. Dabei geht es düster, ironisch und humorvoll um Formen einer futuristischen Frauenherrschaft. In Christofer Elghs »Valerie’s Voice« für Sopran und vier E-Gitarren wird die »biologische Katastrophe« Mann kurzerhand abgeschafft.

Vertont werden Passagen aus dem radikalfeministischen »SCUM-Manifest« von Valerie Solanas aus dem Jahr 1968. Thierry Tidrows »Prothesen der Autonomie« für Mezzosopran und vierköpfiges Instrumentalensemble führt in ein »post-utopisches Matriarchat«. Dabei trifft zeitgenössische Musik auf klassische Zitate, wenn die Zumutungen weiblicher Opernfiguren des 19. Jahrhunderts in Frage gestellt werden. Das Stück wurde mit dem Berliner Opernpreis 2018 ausgezeichnet.

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