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Prof. Gerd Hamscher übernimmt Vorsitz

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Nach dem Tod von Prof. Eduard Alter hat die Liebig-Gesellschaft zu Gießen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt.

Gießen (kg). Der plötzliche Tod von Prof. Eduard Alter im Juni war auch für die Justus-Liebig-Gesellschaft zu Gießen ein Schock. Es war also »kein schöner Anlass«, weshalb nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung durchgeführt werden musste, wie Vorstandsmitglied Manuel Heinrich betonte. Denn es galt, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Das Amt hatte Alter neun Jahre lang ausgeübt. »Er hat eine große Lücke gerissen«, so Heinrich, der der Ehefrau des Verstorbenen für die Unterstützung der Liebig-Gesellschaft dankte, damit es weitergehen konnte.

Finanzielle Sorgen

Als Nachfolger an der Vorstandsspitze kandidierte der bisherige Stellvertreter, der Lebensmittelchemiker Prof. Gerd Hamscher. Dafür musste im Hörsaal des Liebig-Museums jedoch ein großer Monitor aufgebaut werden, weil er selbst wegen Krankheit nicht vor Ort sein konnte und zugeschaltet wurde. Seine Wahl erfolgte einstimmig. Eine schriftliche Erklärung lag dem als Wahlleiter fungierenden Manuel Heinrich ebenfalls vor, um den formalen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Zum Zweiten Vorsitzenden wählten die Anwesenden - bei einer Enthaltung - Prof. Richard Göttlich. Der kommissarische Kurator Dr. Bernd Commerscheidt ist nun offiziell für diese Aufgabe gewählt worden. Manuel Heinrich verwies darauf, dass dies die »kürzeste Mitgliederversammlung« gewesen sei, »die es je gegeben hat«.

Noch mehr junge Menschen werben

Terminiert ist die nächste Zusammenkunft der Mitglieder für den 12. Mai 2023. Das Museum ist immer freitags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Wie Commerscheidt ausführte, hat die Gesellschaft finanzielle Sorgen. Ein Thema ist dabei der Mindestlohn für die Beschäftigten am Empfang. Als »Testballon« sollen zwölf statt bislang 36 Stunden ausprobiert werden. Derzeit läuft noch ein Widerspruchsverfahren.

Ferner zeigen sich am Haus Risse, Ausbesserungen seien nötig. Die nicht mehr genutzte Wohnung muss beheizt werden, Einschränkungen sind bereits erfolgt.

Die Liebig-Gesellschaft will darüber hinaus versuchen, junge Menschen an sich zu binden. Jungchemiker sollen »nicht nur konsumieren, sondern aktiv etwas unternehmen«, blickte Commerscheidt in die Zukunft. Auch soll die Arbeit im Museum auf mehrere Schultern verteilt werden. Umgesetzt wird nun die bei der vergangenen Versammlung beschlossene Beitragserhöhung.

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