Programmkino in Gießen sichern

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GIESSEN - (olz). Die Pläne für den Bereich Kinocenter haben in der Stadt für einige Diskussionen gesorgt. Die wiederum haben am Dienstag den Bauausschuss erreicht. "Es ist eigentlich schade, dass das Kinocenter weicht. Aber so ändern sich die Dinge in einer Stadt und wenn Eigentümer über ihr Eigentum verfügen", sagte Bürgermeister Peter Neidel zum Einstieg in die Debatte.

Sie drehte sich um die erste vorhabenbezogene Änderung des maßgeblichen Bebauungsplans "Mühlstraße/Schanzenstraße". Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte das Gremium für die Einleitung der Änderung.

Der Eigentümer des Gebäudes - gemäß Anlage der Magistratsvorlage sind Vorhabenträger die Adam Henrich Lichtspiel GmbH und die Cercas Vermögensverwaltung GmbH - könne das Gebäude auch ohne B-Plan-Änderung abreißen, erklärte Neidel. Aus städtebaulicher Sicht halte man es aber für sinnvoll, mit dem Eigentümer im Gespräch zu bleiben.

"Ursprünglich haben wir auch in der Koalition beraten, den Antrag von der Tagesordnung zu nehmen, weil wir ihn für einen Schnellschuss halten. Kultur gehört mitten in die Stadt", erläuterte der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Christopher Nübel. Stattdessen haben SPD und Grüne am Dienstag für einen Änderungsantrag zur Magistratsvorlage votiert. Er beauftragt den Magistrat, die Fortführung eines Programmkinoangebots in der Stadt vertraglich zu sichern. Daneben soll mit dem Vorhabenträger vertraglich vereinbart werden, in dem vorgesehenen Coworking-Space auch Räume für kulturelle Veranstaltungen einzurichten. Die kulturelle Nutzung wollen SPD und Grüne in dem Gebiet dauerhaft sichern.

Heimat am Berliner Platz

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz berichtete von einem Gespräch mit Dr. Gregory Theile, Geschäftsführer von Kinopolis. Das Unternehmen betreibt das Kinocenter. Und sei im Falle der Schließung des Kinocenters eindeutig dazu bereit, Programmkino am Berliner Platz eine neue Heimat zu geben.

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