Autofahrer brauchen Geduld

Provisorische Ampelanlage beauftragt

Das Steuergerät der Ampel am Oswaldsgarten in Gießen ist durch einen Autounfall massiv beschädigt worden. Eine kurzfristige Reparatur ist nicht möglich. Jetzt soll ein Provisorium helfen.

Gießen (bl). Vor allem Autofahrer regen sich gerne über die Gießener Ampelschaltung auf. Meist geht es dann darum, dass sie auf dem Weg durch die Stadt eher selten auf der »grünen Welle« surfen können, sondern regelmäßig durch Rotlicht ausgebremst werden. Die Ampel an der viel genutzten Kreuzung am Oswaldsgarten aber leuchtet nun seit gut einer Woche weder grün, noch gelb oder rot. Infolge eines Unfalls war nämlich der Steuerschrank der Anlage derart massiv beschädigt worden, dass die Technik komplett ausfiel (der Anzeiger berichtete). »Eine Reparatur ist daher kurzfristig nicht möglich«, teilt Stadtsprecherin Claudia Boje auf Anfrage dieser Zeitung mit. Nun soll ein Provisorium helfen. Dennoch brauchen die Verkehrsteilnehmer noch ein wenig Geduld.

Am 6. Januar hatte ein 22-Jähriger beim Abbiegen von der Neustadt nach links in die Westanlage aufgrund überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen BMW verloren und prallte gegen den Stromkasten. Wie Polizeisprecher Jörg Reinemer berichtet, soll der junge Mann aus Grünberg dabei nach Zeugenaussagen etwa 50 Stundenkilometer schnell gewesen sein. Seitdem gilt, sich ganz besonders vorsichtig und mit Rücksicht in den stark befahrenen Kreuzungsbereich vorzutasten. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten kann es leicht unübersichtlich werden.

Der städtische Bauhof habe zunächst »die derzeitig vorhandenen Sicherungsmaßnahmen umgesetzt«, so Boje weiter. Ein Teil der Fahrbahn ist mit Baken abgesperrt. Zudem wird bereits frühzeitig mit Schildern auf die defekte Ampel hingewiesen und die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert.

Ein Ersatzsteuergerät konnte allerdings nicht wie erhofft beschafft werden. Die Stadt hatte sich dazu bei verschiedenen Anlagenbauern erkundigt. Die endgültige Klärung habe wegen des Alters, der Komplexität und der Größe der Lichtsignalanlage bis zum gestrigen Mittwoch angedauert. Jetzt sei der Auftrag erteilt worden, eine provisorische Anlage aufzustellen. »Diese wird dann solange dort stehen, bis ein neues Steuergerät verbaut wird«, sagt Claudia Boje. Die beauftragte Firma benötige dafür jedoch auch noch einen Vorlauf von circa zwei Wochen.

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