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»Pumptrack« statt Schulhof

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Aus ganz Hessen waren Lehrer zur »Pumptrack«-Fortbildung angereist. © Wißner

Gießen (twi). Auch wenn er aufgrund der Corona-Pandemie offiziell noch nicht eingeweiht wurde, wird der neue »Pumptrack« im Stadtpark Wieseckaue gerne genutzt. Die Mountainbikestrecke mit Wellen, Kurven und Sprüngen war nun auch erstmals Schulungsort für eine Lehrerfortbildung. Florian Mayer, Simon Abresch und Thomas Linnemann (Liebigschule) hatten die Fortbildungsmaßnahme seitens des Vereins »Bikepool Hessen« organisiert.

Dies vor dem Hintergrund, dass Biken vielfach schon Unterrichtsfach ist und am kommenden Mittwoch erstmals in Gießen ein Schüler dies sogar als Abitur-Prüfungsfach hat.

Schüler fit auf dem Rad machen

Nach einer theoretischen Einführung im benachbarten Vereinsheim von Blau-Weiß Gießen ging es dann zum praktischen Teil auf die Anlage. Als Referent hatten die Organisatoren den mehrfachen Deutschen Meister in der Disziplin BMX, Daniel Schlang, gewinnen können.

Bei »Bikepool Hessen« handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der sich für die Umsetzung von Fahrradangeboten an Schulen, ein fahrradfreundliches Umfeld und die Schulung interessierter Lehrkräfte engagiert. Der Verein kooperiert mit der AOK Hessen, die sowohl die Fortbildungen der Lehrkräfte als auch die Anschaffung von Material fördert.

Aus ganz Hessen waren Lehrer nach Gießen gekommen. Im Mittelpunkt der Arbeit stand es nach den Worten Linnemanns, Kinder verkehrssicher zu machen - und dazu kann auch ein »Pumptrack« genutzt werden. Hauptintention des Vereins ist es, Kindern nicht nur das Fahrradfahren, sondern vor allem auch den Spaß am Fahrradfahren zu vermitteln. Denn nur wenn Kinder das Fahrrad beherrschen und es gerne nutzten, könne die Verkehrswende überhaupt gelingen.

Beim Fahren auf dem »Pumptrack« handelt es sich nicht nur um eine Trendsportart, sondern diese eignet sich hervorragend, um die Radgeschicklichkeit von Runde zu Runde zu verbessern und so das Befahren von Trails und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Der Einsatz des eigenen Körpergewichts ist nämlich erforderlich. Auf dem »Pumptrack« soll, ohne zu treten, durch Hochdrücken des Körpers Geschwindigkeit aufgebaut werden.

Sportamtsleiter Tobias Erben wie auch Schuldezernentin Astrid Eibelshäuser (SPD) begrüßten die Nutzung der Anlage für schulische Zwecke, sei doch hier einiges möglich, was auf dem Schulhof nicht funktioniere. Wie eine solche Anlage sinnvoll im Unterricht eingesetzt kann sowie die Vermittlung der notwendigen Fahrtechniken standen im Mittelpunkt des Seminars. Ein besonderer Schwerpunkt wurde auf die optimale Grundposition aber auch auf die notwendige Schutzausrüstung gelegt. Auch gab es Tipps, welche Räder sich für welchen »Pumptrack« eignen.

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