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Putin verbreitet »zynische und tückische Lügen«

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Gießen (red). Immer wieder zieht der russische Präsident bei der Begründung seines Überfalls auf die Ukraine die Begriffe »Völkermord« und »Entnazifizierung« heran. Dazu verfasste das in Berlin ansässige Internationale Auschwitz -Komitee eine Erklärung, die vollumfänglich von der Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer unterstützt wird, wie der Vorsitzende Gerhard Merz mitteilt.

Darin heißt es: »Mit besonderer Empörung stellen die Überlebenden des Holocaust fest, dass Wladimir Putin zur Begründung seines Krieges immer wieder die Begriffe »Völkermord« und »Entnazifizierung« heranzieht. Sie empfinden dies als eine zynische und tückische Lüge, die nicht nur die Überlebenden des Holocaust sondern auch all die Menschen missbraucht, die als sowjetische Kriegsgefangene in deutschen Konzentrationslagern gelitten oder als Soldaten der Roten Armee Auschwitz und andere Lager befreit haben.« Der Gießener Vorsitzende Gerhard Merz weist darüberhinaus »die antisemitischen Angriffe Putins gegen den ukrainischen Präsidenten Selenskyj, der als einerseits ›Nazi‹ beschimpft und in die Nähe der ›Sonderkommandos‹, die in Auschwitz zur Mitwirkung an Vernichtungsprozess gezwungen und anschließend selbst vernichtet wurden, gerückt wurde, als Ausdruck einer verkommenen Geschichtserzählung zurück.«

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