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»Qatarstrophe« - Gegenprogramm zur WM

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Gießen (red). Die diesjährige Fußballweltmeisterschaft ist aus verschiedenen Gründen höchst umstritten. Ein Bündnis aus Fridays For Future (FFF), Students For Future (SFF), AStA der JLU Gießen und CleanUpWalk Gießen organisiert daher eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel »QATARstrophe« als attraktives Gegenprogramm zur Fußballmeisterschaft in Katar, um die Aufmerksamkeit auf die Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden der WM zu lenken.

Den Auftakt macht am 20. November ab 17 Uhr ein Tischkickerturnier von FFF und SFF im Kulturzentrum Prototyp.

Weiter geht es am Montag, 21. November, mit einer Kundgebung zu elementaren Menschen- und Demokratierechten auf dem Kugelbrunnen ab 17 Uhr, am Mittwoch, 23. November, folgt ein Fußballspiel auf Minitore ab 14 Uhr auf dem Berliner Platz. Organisiert ist weiterhin ein NightClean-UpWalk am Sonntag, 27. November. Start ist um 17 Uhr an den Hessenhallen. Abends, ab 20 Uhr, laden die Veranstalter zu einem WM-kritischen Pub Quiz ins Irish Pub ein. Unter dem Motto »Hier bleibt die Glotze aus« wird im »Sowieso« und in »Pits Pinte« am Donnerstag, 1. Dezember, gefeiert.

Zu den Hintergründen heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatoren: »Katastrophal ist die Ausrichtung durch das Wüstenemirat Katar nicht nur aufgrund der ausgebeuteten Gastarbeitenden und den Tausenden Menschen, die bei den Bauarbeiten für die WM ums Leben gekommen sind, sondern auch wegen unzähligen weiteren Menschenrechtsverletzungen wie die Bestrafung von Homosexualität. Infolgedessen warnt bereits die internationale Organisation Human Rights Watch die LGBTQ-Community davor, für die WM nach Katar zu reisen. Abgesehen davon weist die Weltmeisterschaft, trotz der irreführenden Vermarktung als klimaneutrale Veranstaltung, eine verheerende CO2-Bilanz auf.

Nach Angaben von Fridays For Future Deutschland liegen die Emissionen der vier Wochen WM bei 3,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten und somit höher als die Emissionen vieler Länder über ein komplettes Jahr hinweg. Ursache dessen sind unter anderem die bis zu 160 angekündigten Pendelflüge aus Nachbarländern sowie die extrem kurze Nutzungszeit der Stadien. Verschleiert wird diese Bilanz mittels Kompensationsprojekten, darunter ein Solarprojekt in Indien und ein Wasserkraftwerk in der Türkei. Dass die Treibhausgase dennoch emittiert werden, scheint für die Fifa nicht von Belang zu sein, was vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe ein absoluter Skandal ist.«

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