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Rassismus-Eklat um Gießener Studentin

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Zwischen Janina Youssefian und der Gießener Studentin Linda Nobat (rechts) kam es in der am Montag ausgestrahlten Folge zum Eklat. © RTL/Stefan Menne/

Linda Nobat, die an der Uni Gießen Jura studiert, ist im »Dschungelcamp« rassistisch beleidigt worden. Der Sender reagierte sofort.

Gießen (jmo). Dass die »Stars« im RTL-«Dschungelcamp« mitunter heftig aneinander geraten, ist nicht neu. Dass der Sender als Konsequenz Kandidaten aus der Show wirft, kam in 15 Staffeln aber selten vor. Am Montag musste Model Janina Youssefian nun umgehend ihre Sachen packen. Vorausgegangen waren rassistische Beleidigungen gegen die Ex-«Bachelor«-Teilnehmerin und Studentin der Uni Gießen, Linda Nobat.

Bereits in der Sonntagsfolge wurde überdeutlich, dass die beiden Frauen im Clinch liegen. Die Zuschauer hatten Nobat und Youssefian am Vortag gemeinsam in eine »Dschungel-Prüfung« gewählt. Die 27-jährige Jura-Studentin der Justus-Liebig-Universität (JLU) hatte in diesem Zusammenhang auf eine Challenge ohne Wissensfragen gehofft und keinen Hehl daraus gemacht, dass sie ihre Mitstreiterin für nicht sehr schlau hält. Allgemeinbildung spielte in dem Ekel-Wettkampf »Traumahaus der Stars« dann tatsächlich gar keine Rolle. Allerdings entbrannte im Nachgang zwischen den beiden Models ein heftiger Streit darüber, wer denn nun den größeren Anteil an den gewonnenen fünf Sternen für sich beanspruchen kann. Die lautstarke Auseinandersetzung eskalierte schnell. Beide Frauen platzierten Beleidigungen unterhalb der Gürtellinie, bis von der 39-jährigen Youssefian der Satz fiel: »Geh doch in den Busch zurück, wo du hingehörst.« Der Vorfall wurde am Montagabend ausgestrahlt. »RTL duldet ein derartiges Verhalten nicht«, heißt es in einem Statement auf Twitter. Als Folge löste der Sender kurzerhand den Vertrag mit Youssefian auf und warf sie mit sofortiger Wirkung aus der in Südafrika produzierten Show. Eine zuvor noch an Linda Nobat adressierte Entschuldigung wollte die Jura-Studentin nicht annehmen. »Wer etwas Rassistisches sagt, ist auch Rassist«, verdeutlichte die 27-Jährige.

Auch andere Kandidaten sahen die verbale Entgleisung kritisch. »Das geht so nicht, so was bleibt heutzutage nicht mehr ohne Folgen«, sagte etwa Jasmin Herren. Und Harald Glööckler fasste zusammen: »Da denk ich mir, geht’s noch? Unsäglich peinlich.«

Nach ihrem Rausschmiss aus »Ich bin ein Star, holt mich hier raus« meldete sich Janina Youssefian sogleich auf Instagram zu Wort und entschuldigte sich für ihre Äußerungen. .«Ich habe selbst einen Immigrations-Hintergrund und möchte noch mal ausdrücklich sagen, dass ich mich von Rassismus distanziere und diesen nicht toleriere. Ich habe selbst schon Rassismus erfahren müssen und weiß, wie schmerzlich es ist. Es ist die unterste Form der Beleidigung«, schreibt sie. Trotzdem keilt sie am Ende der Erklärung noch mal aus, weil sie Lindas Worte offenbar auch getroffen haben: »Es wäre richtig gewesen, uns beide rauszunehmen.«

Linda Nobats Cousine, die für die Zeit des Dschungel-Aufenthalts den Instagram-Account der 27-Jährigen verwaltet, kündigte an, den rassistischen Vorfall am heutigen Dienstagabend gemeinsam mit den Followern aufarbeiten zu wollen.

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