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Realistische Entwürfe

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Von: Klaus Frahm

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Die Entwürfe sind heute und morgen in der Galerie am Unteren Hardthof zu sehen. Foto: Frahm © Frahm

Gießen (kjf). »Für die Studierenden war dieses vierte Semester das erste in Präsenz. Sie hatten wegen Corona keinen wirklichen Studiumsbeginn an der Hochschule«, sagte Prof. Bartosz Czempiel. Der Architekturprofessor stellt in der Galerie am Unteren Hardthof zusammen mit seinen Seminarteilnehmern die Ergebnisse einer anspruchsvollen Aufgabe vor, die er für seine Studierenden entwickelt hatte.

Der Entwurf eines Wohngebäudeensembles mit 4000 Quadratmetern Wohn- und Arbeitsfläche in direkter Nachbarschaft zum »Unteren Hardthof« in Gießen war gefordert. Die fiktive Entwurfsaufgabe befasste sich im ersten Teil mit der Ausarbeitung einer städtebaulichen Konzeption für die Erweiterung des »Unteren Hardthofs«. Im zweiten Teil wurde der städtebauliche Entwurf auf architektonischer Ebene vertieft.

Im Fokus des Entwurfs stand die Auseinandersetzung mit dem Thema »Wohnen und Arbeiten im Home-Office«. So sollten kreative Lösungen für die Post-Corona-Zeit gefunden werden, bei dem beide Themenfelder miteinander verknüpft und in einem Gebäudeensemble vereint werden. Kleinere, private Arbeitsbereiche für jede Wohnpartei einerseits und größere, zusammengeschlossene, offene Co-working-Bereiche und Ateliers andererseits sollten für das künftige Arbeitsumfeld eines neu zu planenden Wohnkomplexes am »Unteren Hardthof« entwickelt werden.

Die Besonderheit der Aufgabe war, das bestehende, denkmalgeschützte Ensemble am »Unteren Hardthof« fiktiv weiter zu entwickeln. Die Analyse der typischen städtebaulichen und architektonischen Charakteristika des Bestandes bildeten die Grundlage für die Entwicklung des städtebaulichen und architektonischen Konzepts.

Die entwickelten Lösungen werden in der Galerie am Unteren Hardthof vorgestellt. Architektonisch sollte eine optische Fortschreibung der denkmalgeschützten Architektur der ehemaligen Textor-Brauerei geschaffen werden, die den klassizistischen Baustil nicht einfach kopiert.

In seiner Begrüßungsrede wies Czempiel darauf hin, dass die 30 Seminarteilnehmer originelle und dabei durchaus gut zu realisierende Planungen entwickelten.

Die Ausstellung ist am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag von 12 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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