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Reise nach Phantasien

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Schüler werden Artisten, Clowns und Trapezkünstler: Der Mitmachzirkus Phantasia gastierte für eine Projektwoche an der Ludwig-Uhland-Schule Gießen. Freitag und Samstag heißt es: Manege frei!.

Gießen. Ein besondere Woche erleben gerade die Schüler der Ludwig-Uhland-Schule: Statt über schulischen Dingen zu brüten, dürfen sie eine Woche lang Zirkusluft schnuppern. Sie spielen nicht etwas Zirkus innerhalb einer Projektwoche in der Schule, sie sind die Akteure des pädagogischen Mitmachzirkus Phantasia. Ein Projekt, das alle forderte, denn neben den Schülern und den Lehrern waren auch die Eltern gefragt. Dank der tatkräftigen Unterstützung von rund 60 Eltern wurde ein echtes Zirkuszelt auf der Wiese hinter dem Biomedizinischen Forschungszentrum aufgebaut.

Unter der Anleitung der Zirkusakteure wurden aus den Kindern aller Klassen Clowns, Akrobaten, Fakire oder Trapezkünstler - professionell ausgestattet mit entsprechenden Kostümen, Make-up und Equipment. Mit ihren 285 Schülern gehört die LUS schon eher zu den größeren Grundschulen, sodass man das gesamte Projekt in zwei Gruppen aufteilen musste, die jeweils das gleiche Programm einstudierten. Viel Zeit hatten sie dafür nicht. Montag und Dienstag waren die Probentage, Mittwoch und Donnerstagvormittag gab es die Generalproben, hierzu waren Kitas und andere Schulen der Umgebung als Zuschauer eingeladen. Die Premieren waren an den beiden Nachmittagen um 17 Uhr. Weitere Vorstellungen gibt es noch am heutigen Freitag, 17 Uhr, und am Samstag, 10 Uhr. (Restkarten sind an der Vorstellungskasse vor der Vorstellung noch erhältlich).

»Seit zwölf Jahren arbeiten wir als pädagogischer Mitmachzirklus«, sagte Lars Wasserthal, der Direktor und Organisator, in einem Gespräch. »Es macht jedes Mal immer wieder Spaß«: Jede Woche, ein neuer Ort und neue Schüler mit jeweils anderen Voraussetzungen, die es gilt zu für den Auftritt zu begeistern, sodass am Ende für alle ein rundes Ergebnis herauskommt. In Gießen hat es wunderbar funktioniert. Mit viel Konzentration und Geschick präsentierten die Kinder ein mehr als zweistündiges Programm und das so, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätten. Die Klammer zwischen den einzelnen Darbietungen bildete die Geschichte »Die Reise nach Phantasien«, die von Zirkusdirektor Lars Wasserthal und seiner Tochter charmant erzählt wurde.

Der Circus ist in Gießen kein Unbekannter. Bereits vor gut drei Jahren war er an der Ludwig-Uhland-Schule. »Das ist ein so großartiges Event«, freut sich Schulleiter Dr. Jan-Hendrik Schneider. Von daher war es uns damals schon klar, dass wir das erneut buchen werden.« Einen großen Dank sprach er der Verwaltung der Universität Gießen aus, die sich bei allen Fragen sehr kooperativ gezeigt habe. Er dankte in dem Zusammenhang auch dem Förderkreis der Schule und seiner Vorsitzenden Dr. Annika Kruse, der viele kleine finanzielle Dinge rund um den Zirkus übernommen hatte.

Für ihn und die gesamte Schulgemeinde steht jedenfalls heute schon fest, dass der Zirkus in vier Jahren erneut sein Zelt an der Ludwig-Uhland-Schule aufschlagen wird. »Schule ist dafür da, gute Erinnerungen zu schaffen«, betont er. Daher ist es sein Bestreben, dass jedes Kind einmal während seiner Grundschulzeit die Chance bekommt, Teil dieses Events zu werden. Dass es jetzt schon nach dreieinhalb Jahren geschehen ist, lag an organisatorischen Gründen, sodass einige Schüler das Glück haben, zweimal dabei zu sein. »Aber nach diesen zwei Corona-Jahren haben sie sich das auch verdient«, lächelt der Schulleiter.

Am Samstag, nach der letzten Vorstellung, werden erneut viele Helfer gebraucht, um das Zelt abzubauen und es auf einem Lastwagen zu verstauen, denn am Sonntag geht es für die Zirkusleute in eine neue Stadt, zu einer neuen Schule.

Weitere Informationen zu dem Angebot von Zirkus Phantasia sind zu finden unter: www.circusphantasia.de.

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