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Reisetipps aus Mittelhessen

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Von: Thomas Wißner

Linden (twi). Bei der Lesung von Autor und Fernsehmoderator Tim Frühling im Rahmen der Reihe »Kultur im Sängerheim«, wurden alle Erwartungen des gastgebenden Gesangvereins Eintracht Leihgestern übertroffen. An der Abendkasse gingen die wenigen Restkarten weg wir die sprichwörtlich warmen Semmeln. Eine gemütliche Sitzecke hatte der Verein eingerichtet, in der der Vorsitzende Thomas Laux den Autor begrüßte.

Frühling ist vor allem als »Wettermann« des Hessischen Rundfunks (hr) bekannt. Aber auch als Autor von Krimis und Reisebüchern durch die Heimat tut er sich regelmäßig hervor. Bei der Lesung, in deren Pause der von Brigitte Schlaud geleitete Frauenchor der Eintracht einige Lieder zu Gehör brachte, ging es um »111 Orte in Mittelhessen, die man gesehen haben muss«.

Doch bevor Frühling auf besondere Orte in den Landkreisen Gießen, Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf zu sprechen kam, stellte der Frankfurter sein literarisches Wirken vor. Vor neun Jahren veröffentlichte der Fernseh- und Rundfunkmoderator sein erstes Buch. Es war ein Kriminalroman, dem zwei weitere folgten, bevor es mit den Reiseführern »111 Orte in der Rhön« und »111 Orte in Mittelhessen« weiter ging. Angesichts der aktuellen Energiesparwelle hatte er sogleich eine besondere Anekdote parat, an einem bekannten Ort in Wetzlar. Der dortige Dom wird von der katholischen wie auch der evangelischen Gemeinde genutzt. So soll es auch einen katholischen und evangelischen Stromzähler geben, um die Energiekosten genau abrechnen zu können. Über das Goethehaus und Charlotte Buff ging es in der Lesung zum »Goldenen Ritter« nach Großen-Linden. Auf die Traditionsgaststätte sei er durch Bekannte seiner Familie gestoßen, die dort wohnen. Seine Empfehlung dazu lautete »nach einem gemütlichen Abend in der Gaststätte sollte man dort übernachten oder den ÖPNV für die Heimreise benutzen«.

Eine in nostalgischer Aufmachung erhalten gebliebene Metzgerei im Ebsdorfergrund wie auch die bekannte Käserei Birkenstock in Hüttenberg hat Frühling ebenfalls besucht, wobei ihm in Hüttenberg sogar eine mehrere Kilogramm schwere Kostprobe der hergestellten Produkte in einer Schüssel als Geschenk überreicht wurde. Ein solches Präsent gab es im Sängerheim nicht, dafür aber viel Beifall von den 100 Zuhörern für einen kurzweiligen Abend.

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