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Richtfest für außergewöhnlichen Rundbau

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Schon der Rohbau sorgt für neugierige Blicke. © Schäfer

Das »Familienzentrum Gießen-West mit Kita« entsteht derzeit in der Wilhelm-Leuschner-Straße und soll einmal 70 Betreuungsplätze bieten. Der Rohbau macht neugierig auf das fertige Aussehen.

Gießen (rsa). Entsteht derzeit für nur einen, dafür wesentlich größeren Elefanten als die am Selterstor eine Riesenkloschüssel am Ende der Wilhelm-Leuschner-Straße in der nördlichen Weststadt? Nein, natürlich nicht! Was auf den ersten Blick so ausgefallen auf den Betrachter wirkt, ist ein riesiger Rundbau mit einem Dachumlauf, der ein Atrium umschließt. Hier entsteht das neue »Familienzentrum Gießen-West mit Kita«. Für die im ersten Quartal 2023 geplante Einweihung ist der Rohbau so weit fertiggestellt, dass am Freitag Richtfest gefeiert werden konnte.

Die Dezernentinnen Astrid Eibelshäuser und Gerda Weigel-Greilich sprachen von einem hohen Stellenwert, den Bildung und Kinder in der Stadt besäßen, über die positive Entwicklung dieses Stadtteils in den letzten zwei, drei Dekaden sowie über das Projekt als Vorreiter für andere Stadtviertel. Denn es bestehe eine hohe Nachfrage nach Kita-Plätzen. Die Errichtung des Familienzentrums mit einer vierzügigen Kita in unmittelbarer Nachbarschaft der Ganztagesgrundschule Gießen-West sowie dem Jugendzentrum »Holzpalast« ermögliche somit eine bessere Versorgung in diesem Bereich der Weststadt. Die Kindertagesstätte ist für die frühkindliche Bildung und Erziehung von 70 Kindern vorgesehen und gliedert sich in vier Gruppen: zwei Krabbelgruppen á zehn Kinder im Alter von ein bis drei Jahre sowie zwei Kindergartengruppen á 25 Kinder im Alter ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. Im Familienzentrum sollen sozialraumorientierte, bedarfsgerechte und niederschwellige Angebote für Menschen aus dem Quartier gestaltet werden, darunter auch solche speziell für Eltern.

Das Konzept für das runde Gebäude beinhaltet einen Hof als zentrale Mitte, um den herum sich alle Nutzungen anordnen. Dieses Atrium kann für viele Veranstaltungen und Aktivitäten wie Kinderflohmarkt oder Feste genutzt werden. Mehrzweckraum, Essbereich und Foyer sind zusammenschaltbar und somit auch für größere Veranstaltungen nutzbar.

Das Vier-Millionen-Euro-Projekt wird durch den Investitionspakt »Soziale Integration im Quartier« mit 90 Prozent gefördert. Auf dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück wird das Gebäude in Hybridbauweise - Stahlbeton und Holzkonstruktion - errichtet. Im Gegensatz zum Aufstockungsprojekt am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium wird die Stadt hier die Kosten für eine Fotovoltaikanlage auf dem Gebäudedach übernehmen. Zimmermeister Kai Laumann, der den Richtspruch zelebrierte, freute sich im Gespräch mit dem Anzeiger darüber, gerade für dieses Gewerk den Zuschlag erhalten zu haben: »Denn fast in Sichtweise liegt in 800 Meter Entfernung meine Launsbacher Zimmerei.«

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