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Robuster Rasen und das »GI-Book«

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Junis Poos und Romy Theinl konnten beim Wettbewerb »Jugend forscht« tolle Platzierungen erreichen. © GGO

Gießen (red). Die Gesamtschule Gießen-Ost (GGO) war mit zwei Arbeiten beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht« vertreten. Der 18-jährige Junis Poos stellte sich die Frage, wie die Lebensdauer von Schulbüchern verlängert werden kann, um so einen nachhaltigen Mehrwert für diese Schriftstücke zu erzielen. Denn: Nach Verlassen der Schule liegen sie einfach nur noch wertlos herum.

Schluss damit, dachte sich Junis und erstellte mit Hilfe seiner Kenntnisse aus dem Informatik-Leistungskurs eine internetbasierte Tauschbörse »GI-Book«, auf der Bücher in der eigenen Schule, aber auch zwischen verschiedenen Schulen weitergegeben werden können. Dabei ist der Schutz persönlicher Daten gewährleistet und die Übergabe der Bücher findet in der Schule statt; ein Projekt, das hoffentlich von vielen anderen Schulen in vielen anderen Städten kopiert wird, für mehr Nachhaltigkeit auch in der Schule. Er erreichte im Bereich Arbeitswelt mit seinem Projekt den zweiten Platz.

Deutschland als fußballversessene Nation besitzt sehr viele Rasenplätze. Aus diesem Grund ist es nicht nur wirtschaftlich interessant, einen möglichst nachhaltigen Rasen zu züchten: Der Wasserverbrauch im Hochsommer würde sich deutlich reduzieren und so das kostbare Nass besser geschont werden.

Nachhaltigkeit

Die 17-jährige Romy Theinl forschte ein halbes Jahr an der richtigen Mischung für dieses Ziel: Ein robustes und trittfestes Gras soll es sein, das eine dichte Rasennabe bildet und sich durch eine geringe Wuchshöhe auszeichnet. »Gleichzeitig wäre es ideal, wenn das Gras eine hohe Trockenheitsverträglichkeit beinhalten würde«, so die passionierte Handballerin. Um die Robustheit zu überprüfen, testete die Schülerin aus der Klasse 12i der Gesamtschule Gießen-Ost die Regenerationszeiten von drei verschiedenen Saatmischungen aus. Schlussendlich entschied sich die Schülerin für eine Mischung aller drei Sorten, die sie ausgewählt hatte. »Langsames Wachstum, dichte Grasnabe, schnelle Regeneration und die Erde bleibt lange feucht. Die Mischung ist ideal für mehr Nachhaltigkeit geeignet«, resümierte Romy. Ihr wurde der Sonderpreis Biologie sowie eine Danksagungsurkunde überreicht.

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