Rodheimer Straße in Gießen: Wohnungen statt Getränkemarkt

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GIESSEN - (olz). Im Bereich der Rodheimer Straße stehen bauliche Veränderungen an. "Auf der Fläche, die derzeit das ehemalige Karstadt-Schnäppchen-Center, Lidl und einen Getränkemarkt beherbergt, hat es einen Eigentümerwechsel gegeben", berichtet Bürgermeister Peter Neidel. Um die Neugestaltung des Areals vorzubereiten, hat der Magistrat jetzt den Entwurfsbeschluss zur erneuten Offenlage des Bebauungsplans "Rodheimer Straße-West" auf den Weg gebracht.

Die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung steht noch aus.

Sanitätshaus geplant

Vielen Gießenern dürfte das Gelände vor allem wegen des samstäglichen Flohmarktes neben dem ehemaligen Schnäppchenmarkt bekannt sein. "In diesem Bereich soll ein Sanitätshaus mit einer ansprechenden Architektur entstehen. Das nehmen wir zum Anlass, um auch den Radweg in Richtung Heuchelheim zu verbessern", führt der Bürgermeister aus. Gänzlich verschwindet der Flohmarkt allerdings nicht aus dem Bereich. Er weicht voraussichtlich auf einen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Rodheimer Straße aus. Neben der möglichen Ansiedlung der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes, von Einzelhandel und etwa Büros in zwei neuen Staffelgeschossen im ehemaligen Gebäude des Schnäppchenmarktes erhalte "Lidl auch die Möglichkeit, sich zu vergrößern", erklärt der Unionspolitiker.

"Durch einen Flächentausch mit dem Investor des Bauvorhabens auf dem ehemaligen Getränkemarktareal ist eine teilweise Verlegung des Spielplatzes an der Hardtallee-Schleife möglich, wodurch im Anschluss an die bestehenden viergeschossigen Wohngebäude der städtischen Wohnbau GmbH genügend Freiraum für ein Baufeld für ein weiteres, gleichdimensioniertes Wohngebäude entsteht", heißt es in der Magistratsvorlage zum Thema Wohnungsneubau.

Neuer Spielplatz

Insgesamt 70 Wohnungen sollen dort errichtet werden: Auf dem ehemaligen Getränkemarktareal werde ein Anteil von 20 Prozent geförderter Wohnungen in einem städtebaulichen Vertrag mit dem Investor festgelegt. Die Entwicklung der Wohnbau in dem Gebiet hinzugenommen, werde das Ziel eines Anteils von 30 Prozent an gefördertem Wohnungsbau im gesamten Plangebiet erreicht. "Die Spielplatz-Neuanlage soll von den durch neue Baurechte im Plangebiet profitierenden Investoren sowie dem Discounter-Betreiber finanziert werden", ist in der Beschlussvorlage nachzulesen.

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