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RP bestätigt Sprengstofffund auf A49-Trasse

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Gießen/Stadtallendorf (ib). Nachdem bei Erdarbeiten im Trassenbereich der A49 im Herrenwald bei Stadtallendorf von Umweltaktivisten gelbe Verfärbungen im Bodenaushub gefunden wurden, hatte das Regierungspräsidium Gießen (RP) dort einen Baustopp verhängt (der Anzeiger berichtete). Mehrere Proben wurden laboranalytisch untersucht, mit dem Ergebnis, dass im ausgehobenen Bodenmaterial nur geringe Mengen Hexyl nachgewiesen wurden.

So ergab die Analyse der repräsentativen Beprobung Hexyl-Gehalte zwischen 0,36 mg/kg und 15 mg/kg. Die nachgewiesenen Gehalte unterschreiten deutlich den Grenzwert von 50 mg/kg für Hexyl, der als Bewertungsgrundlage dient und als Zielwert bei den bisherigen Sanierungen im WASAG-Gebiet maßgeblich war.

Optisch auffällige gelbe »Klümpchen«, die vereinzelt im Bodenaushub gefunden wurden, weisen dagegen hohe Hexyl-Belastungen von 1800 mg/kg und 4200 mg/kg auf. Für diesen betroffenen Bereich gilt nach wie vor der seit vergangener Woche verhängte Baustopp. Zudem wurde das belastete Bodenmaterial separiert und durch Folienabdeckung gegen Verwehung und Auswaschung gesichert. Außerdem wurden auch am Ausbauort vorsorglich mehrere Sicherungsmaßnahmen ergriffen, um dort ebenfalls eine Ausbreitung potenziell vorhandener Verunreinigungen zu unterbinden.

Wegen der bisherigen Ergebnisse stehen jetzt weitergehende Erkundungen an, um eine mögliche stoffliche Verunreinigung im Baufeld einzugrenzen. Zudem ist auch das separierte Bodenmaterial ordnungsgemäß zu entsorgen. Das RP Gießen will die Öffentlichkeit über den weiteren Verlauf der Untersuchung und Sanierung informieren.

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