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Schöne Stimmen gegen Kriegsgräuel

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Erika Ehberger bei ihrem Vortrag »Halleluja«. © Frahm

Die Ukrainische Gemeinde Gießen hatte zu einem Liedernachmittag mit Schülern der Gießener Musikschule in den Hermann-Levi-Saal des Rathauses eingeladen. 120 Besucher kamen.

Gießen (kjf). »Seit Wochen sitzt uns der Schrecken in den Knochen. Dieser Krieg, dieser Amoklauf der Zivilisation, schockiert uns alle«, sagte Frank-Tilo Becher. Der Gießener Oberbürgermeister begrüßte 120 Besucher im Hermann- Levi- Saal des Rathauses Gießen zu einem Benefizkonzert für die Ukraine. Geladen hatte die Ukrainische Gemeinde Gießen zu einem Liedernachmittag mit Schülern der Gießener Musikschule. Die Leitung hatte Nadja Eisenberg.

Durch den Nachmittag führte Oleksandra Nychyporchut, die auch die deutschen Redebeiträge für die ukrainischen Besucher und die ukrainischen für die deutschen Besucher übersetzte. Die große Sorge um Verwandte, Bekannte und alle Ukrainer, die in ihrem Heimatland dem brutalen Angriff der russischen Armee ausgesetzt sind, dominierte den Nachmittag.

So wurde das erste Lied, das zu Gehör gebracht wurde, ein Volkslied, das zur Widerstandshymne der Ukrainer gegen die russischen Aggressoren geworden ist, von vielen Besuchern leise mitgesungen. Neben den ukrainischen Volksweisen kamen aber auch internationale Lieder, die zum friedlichen Zusammenleben der Völker aufrufen, zur Aufführung.

Erika Ehberger, geschmückt mit einem Blumenkranz, wie er in der Ukraine gern zu Hochzeiten und Volksfesten getragen wird, sang den Song »Halleluja« von Leonard Cohen, der seit Jahren zu einem internationalen Appell für den Frieden avanciert ist.

Am Ende der Veranstaltung wurden Spenden für die Unterstützung der Ukraine in ihrer prekären Lage gesammelt.

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