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Schulter an Schulter mit den Brandschützern

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Christine Möller und Marcel Lüst werden für ihre Jugendarbeit gewürdigt. Foto: Jung © Jung

Wie wichtig es ist, dass es in Gießen eine schlagkräftige und zuverlässige Feuerwehr gibt, betonte Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher beim Ehrungsabend für die Brandschützer im Rathaus.

Gießen. »Gemeinsam Feste zu feiern, ist wichtig für uns Menschen«, betonte Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher beim Ehrungsabend des Magistrats für verdiente Mitglieder der Feuerwehr im Hermann-Levi-Saal. Es gebe derzeit sehr viele potenzielle Bedrohungen und Notlagen, die große Aufgaben für die Gefahrenabwehr und den Bevölkerungsschutz darstellten. Umso wichtiger sei es, dass es in Gießen eine schlagkräftige und zuverlässige Feuerwehr gebe, betonte Becher zuvor. Sie gebe den Menschen Zuversicht und Sicherheit, gerade in kritischen Zeiten. Die Stadtverwaltung und er als Brandschutzdernent stünden Schulter an Schulter und stellten sich den Aufgaben. »Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir unserer Bevölkerung den Schutz bieten, für den wir alle gemeinsam Verantwortung tragen«, verdeutlichte der OB. Er unterstrich: »Respekt und Wertschätzung, das ist das, was heute als große Überschrift steht«.

Besonders wichtig sei das Gemeinschaftsgefühl, das bei Organisationen wie der Feuerwehr eine besondere Rolle spiele. Und das habe einen besonderen Grund: »Weil sich im Einsatz die Kameradinnen und Kameraden aufeinander verlassen können!« Der Brandschutzdezernent machte deutlich: »So wie Sie heute zusammen feiern, so stehen sie im Notfall auch den Menschen in Gießen zur Seite, retten Menschen und Tiere, löschen Brände, bergen Hab und Gut und schützen unsere Bevölkerung vor Gefahren«. Dafür gebühre ihnen Dank und Anerkennung, die an diesem Abend im Mittelpunkt standen.

Zwei Jahre mussten die Ehrungsabende wegen Corona ausfallen, jetzt würdigten die Stadt, das Land und der Bezirksfeuerwehrband 62 Frauen und Männer für ihren langjährigen Dienst in der Feuerwehr, sowohl Beschäftigte Männer und Frauen von der Berufsfeuerwehr als auch ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Einsatzabteilungen. Leider seien nochmals Verzögerungen zur Fertigstellung des Gefahrenabwehrzentrums eingetreten, bedauerte der OB, was zu einem leichten Raunen im Saal führte. Er sei ganz glücklich, dass die Verzögerungen im überschaubaren Rahmen blieben und die Fertigstellung in Sicht sei. Der Fuhrpark der Feuerwehren werde planmäßig weiter modernisiert, kündigte Becher an.

Die Jugendarbeit sei für ihn der »wichtigste Motor zur Nachwuchsgewinnung«. 150 Kinder und Jugendliche in Gießen haben Spaß an und in der Mini- und Jugendfeuerwehr«. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen sei beispielhaft. Vor der Überleitung zum Ehrungsmarathon, bei dem Becher die Urkunden mit der Leiterin vom Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz, Martina Klee, überreichte, zollte er allen Einsatzkräften seinen Respekt: »Wir sind in Gießen stolz und dankbar, dass wir Sie haben«.

Mit dem Brandschutzehrenzeichen der Stadt Gießen in Gold für mindestens 30-jährigen Dienst in der Einsatzabteilungen wurden Stefan Böck, Uwe Friedrichs, Guido Becker, Thomas Sinkel (alle Berufsfeuerwehr) und Ralf Gerrit Laun (FF Mitte) ausgezeichnet. Die Sonderstufe für besondere Verdienste bekam Michael Schreiner (FF Mitte). Das Brandschutzehrenzeichen in Silber des Landes (25 Jahre) ging an Marcelle Hilden, Lars Weber (beide FF Rödgen) und André Schreiner (FF Mitte). Zeichen in Gold: Dirk Reichhardt (FF Kleinlinden) und Michael Fritze (FF Wieseck) Sonderstufe für 50 Jahre: Klaus Peter Weber, Michael Oswald (beide FF Wieseck) und Michael Schreiner (FF Mitte). Anerkennungsprämien wurden an aktive Einsatzkräfte mit einer Dienstzeit von zehn (100 Euro), 20 (200 Euro) und 40 Jahren (1000 Euro) gezahlt.

Der Bezirksfeuerwehrverband Hessen-Darmstadt zeichnete Feuerwehrangehörige für langjährige Mitgliedschaft aus. Neben den Ehrungen für 25 und 40 Jahre gab es die Auszeichnung in Gold für 50 Jahre für Bernd Kresse, Reimund Aust, Klaus-Peter Weber, Michael Oswald und Michael Schreiner. »Herzlichen Dank, dass ihr daran gedacht habt, dass ich schon so lange bei der Feuerwehr bin«, freute sich der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz, nachdem ihm der OB die Auszeichnung in Gold am Bande überreicht hatte. Kräftiger Beifall brandete auf und Fritz sprang locker von der Bühne in den Saal. Die gleiche Auszeichnung bekommt Jürgen Schmidt (FF Rödgen), der nicht anwesend sein konnte.

Auch der Nachwuchs wurde mit Ehrungen bedacht. Die Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr erhielten Mitglieder in Bronze und Silber. Der stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Florian Vornlocher überreichte die höchste Auszeichnung in Gold an Marcel Lüst (FF Mitte). Die Kinderfeuerwehr-Medaille in Gold erhielt Christine Möller (FF Rödgen). Gut besuchte zeigte sich die Feierstunde, die der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hungen-Villingen eröffnete. Anschließen lud die Stadt die Gäste zu einem Imbiss und Gedankenaustausch ein.

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OB Frank-Tilo Becher ehrt Egon Fritz für seine 60-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr. Foto: Jung © Jung
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Martina Klee mit den Aktiven, die die Sonderstufe des Brandschutzehrenzeichens für 50 Jahre Einsatzdienst erhalten haben. Foto: Jung © Jung

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