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Stricken für den guten Zweck: Dagmar Fleischmann, Silvia Huth und Almut Marburger haben die Nadeln aus der Schublade geholt.

Selbstgestricktes für Osteuropa

Gießen (bcz). Stricken ist wieder angesagt. Nachdem die Nadeln jahrelang in den Schubladen verstaubt waren, werden sie längst wieder hervorgeholt. Sogar bei den großen Discountern sind mittlerweile Angebote für Wolle zu finden. Diesem Trend folgend, hatte das in Gießen ansässige humanitäre Hilfswerk Global Aid Network (GAiN) nun zu einem gemeinsamen Stricknachmittag eingeladen.

Für den guten Zweck trafen sich drei Frauen, um Schals und Socken zu stricken und sie dann zu spenden. »Ich mache das gerne in der Gemeinschaft«, erklärt Dagmar Fleischmann. Sie arbeitet aktuell an einem Loop, einem geschlossenen Rundschal, für den Hilfstransport.

In Gesellschaft macht’s mehr Spaß

»Der Bedarf an gestrickten Sachen in Osteuropa ist groß«, weiß Almut Marburger von GAiN, die selbst ihren Beitrag zu der Aktion »Deutschland strickt« leisten möchte. Eigentlich hatten sich noch mehr Teilnehmerinnen angemeldet, aber wegen der Corona-Pandemie doch wieder abgesagt, berichtet GAiN-Mitarbeiterin Silvia Huth. Trotzdem denken die Organisatoren an eine Wiederholung. Schließlich bereite Stricken in Gesellschaft mehr Freude als alleine. «Und es passt einfach gut in diese dunkle Jahreszeit«, so Almut Marburger.

GAiN nimmt gerne selbstgestrickte Sachen entgegen, um sie an bedürftige Kinder und Erwachsene in Armenien, Lettland und der Ukraine zu verteilen. Die Aktion geht noch über den gesamten Winter bis Ende Februar weiter. Wer möchte, kann fertige Strickartikel auch direkt im Warenlager in der Siemensstraße 13 abgeben.

GAiN hat inzwischen ein jährliches Transportvolumen von mehr als 1500 Tonnen. Es wird Katastrophenhilfe geleistet, ebenso langfristige Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.gain-germany.org.

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