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»Selig sind die, die Frieden stiften«

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Das ökumenische Friedensgebet hielten Pfarrer Bernd Apel, Kaplan Simon Krost und Anna Helwig. © Czernek

Gießen (bcz). Das Mittagsläuten der Johanneskirche ruft seit gut zwei Wochen zum gemeinsamen Gebet für den Frieden und das Ende des Krieges in der Ukraine. Es ist ein Innehalten inmitten des geschäftigen Treibens. Auch an diesem Samstag wird das Angebot vielfach und dankbar angenommen.

»Wir sind fassungslos über den Krieg in der Ukraine und wir bringen unsere Sorgen zu Gott«, mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Bernd Apel, Pfarrer für Ökumene im Evangelischen Dekanat Gießen, die Teilnehmer in der Johanneskirche. »Stehe denen bei, die angegriffen werden, und gib ihnen Hoffnung, denn Zuversicht brauchen wir. Sei bei denen in der Ukraine, die um ihr Leben fürchten« - unter dieses Leitmotiv wurde das ökumenische Friedensgebet gestellt.

In den Fürbitten, die der katholische Kaplan Simon Krost vortrug, bat er für diejenigen, die für die Demokratie kämpften, für alle Friedenstifter, aber auch für all jene, die ein verhärtetes Herzen hätten. Mit dem Wechselgebet »Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens« nach Franz von Assisi wurden alle Betenden mit einbezogen und der Wunsch nach dem Ende des Krieges manifestiert. Anna Helwig von der evangelischen Johannesgemeinde unterstrich durch die Auswahl der biblischen Textstellen den Trost- und Hoffnungsgedanken, der in den Psalmen und in der Bergpredigt zu finden ist: »Selig sind die, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt.« Jeder der Teilnehmer hatte Raum und Zeit, seine eigenen Fürbitten leise oder laut darzulegen und dabei eine Kerze in den großen Kerzenhalter aufzustellen, der die Form eines Kreuzes hat. Es entwickelte sich dadurch ein Bild mit viel Symbolkraft, dem sich keiner entziehen konnte. Am Samstag wurde das Friedensgebet inhaltlich gemeinsam gestaltet von Anna Helwig, Kaplan Simon Krost und Pfarrer Bernd Apel. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor der Johanneskirche unter der versierten Leitung von Kantor Christoph Körber.

Die Friedensgebete finden täglich, außer sonntags, um 12 Uhr in der Johanneskirche statt und werden bis auf Weiteres fortgeführt. Am kommenden Samstag, 19. März, wird es erneut im Zeichen der Ökumene gestaltet. Jeder, der für den Frieden beten möchte, ist dazu eingeladen.

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