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Signaljagd unter Wasser

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Das Team der THM um Prof. Thomas Glotzbach.(r.) erhält die Auszeichnung für den zweiten Platz beim Workshop »Breaking the Surface«. Foto: Hana Bilic/Fotosekcija KSET-a © Hana Bilic/Fotosekcija KSET-a

Beim abschließenden Gala-Dinner eines Robotik-Workshops in Kroatien wurde ein Gießener THM-Team für die »Best Methodology« mit der Trophäe für den zweiten Platz ausgezeichnet.

Gießen (red). Eine Gruppe um Prof. Thomas Glotzbach vom Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) hat am maritimen Robotik-Workshop »Breaking the Surface« in Biograd na Moru in Kroatien teilgenommen, der seit 2009 jährlich stattfindet. Glotzbach, der 20-jährige Forschungs- und Entwicklungserfahrung zu mobilen Robotern hat, wurde begleitet von den Labor-Ingenieuren Swetlana Fjodorow und Peter Weimar und den Studierenden Christine Kornmann und Lukas Schmidt.

Vor Ort fanden Vorträge internationaler Experten statt. Da die Besucher aus vielfältigen Studien- und Forschungsbereichen kamen, waren diese für alle gut verständlich aufbereitet. Außerdem gab es Tutorials und Demonstrationen, die es den Gästen ermöglichten, zeitgemäße maritime Technologie im Einsatz zu sehen oder selbst damit zu arbeiten. Am Abend bestand die Gelegenheit, mit anderen internationalen Gästen ins Gespräch zu kommen.

Die Organisatoren hatten sich zudem eine besondere Aufgabe einfallen lassen: Die Teilnehmenden konnten an einer »Underwater Localization Challenge« teilnehmen. Dafür wurden zwei akustische »Pinger« in einem 800 mal 800 Meter großem Gebiet vor der Küste in etwa zehn Meter tiefem Gewässer verankert, dort sendeten sie alle 30 Sekunden ein Signal. Jedes Team hatte 60 Minuten Zeit, um unter Wasser unter anderem mit Hilfe eines Empfängers Messungen zu erheben.

Auch die THM-Gruppe stellte sich dieser Aufgabe. Die Herausforderung war groß, da außer Glotzbach noch niemand Erfahrungen in diesem Bereich hatte. Doch der Einsatz und die intensive Nachbearbeitung der Messergebnisse sollten sich lohnen. Denn beim abschließenden Gala-Dinner wurde das Gießener Team für die »Best Methodology« mit der Trophäe für den zweiten Platz ausgezeichnet. Nach einer Woche voller Eindrücke über Entwicklung und Anwendung maritimer Robotik kehrte die Gruppe mit vielen neuen Kontakten zu anderen Einrichtungen nach Gießen zurück. Das gute Abschneiden nehmen sie als Motivation für künftige Forschungsaktivitäten.

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