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Silbernes Praxisjubiläum

Erstellt:

Von: Thomas Wißner

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Kümmern sich um 2000 Patienten pro Quartal: Dr. Christoph Weber, Dr. Georg Schließer, Katrin Lingenberg, Dr. Sabine Tschischka und Dr. Andreas Käbisch (v.l.). Foto: Wißner © Wißner

25 Jahre, vier Fachärzte: Die Onkologische Praxis in der Wingertshecke 6 in Gießen wurde 1997 von Dr. Georg Schließer gegründet. Ein Blick auf den Wandel in der Krebsbehandlung.

Gießen. Seit mittlerweile 25 Jahren besteht die Arztpraxis für Hämatologie und Onkologie in Gießen. Das silberne Praxisjubiläum nahmen die vier Fachärzte, die insgesamt 2000 Patienten pro Quartal versorgen, zum Anlass, einmal die Geschichte der Praxis und die Veränderungen in dieser Zeit Revue passieren zu lassen.

Als 1997 Dr. Georg Schließer die etwas verdeckt gelegene Praxis in der Wingertshecke 6 eröffnete, war dies die zweite ihrer Art in Hessen. Seit der ersten Stunde mit dabei ist die Medizinische Fachangestellte Katrin Lingenberg. Das Einzugsgebiet der Patienten erstreckt sich über den gesamten mittelhessischen Raum, sodass sich mit der zunehmenden Patientenzahl auch die Anzahl der Ärzte und Mitarbeiter kontinuierlich erhöhte.

Ambulant

So kam 1999 Privatdozent Dr. Andreas Käbisch, 2004 mit der räumlichen Erweiterung der Praxis Dr. Christoph Weber und vor zehn Jahren Dr. Sabine Tschischka dazu - alles Fachärzte für Innere Medizin mit der Zusatzbezeichnung Hämatologie und internistische Onkologie. Unterstützt werden die Ärzte mittlerweile von 18 Krankenschwestern und Medizinischen Fachangestellten. In den 90er-Jahren wurden Patienten mit einer Krebserkrankung überwiegend stationär in Kliniken und oftmals von »normalen« Internisten, Chirurgen und Frauenärzten und nicht etwa von spezialisierten Ärzten behandelt. Und auch eine Chemotherapie erfolgte seinerzeit ausnahmslos stationär.

Mit der Praxiseröffnung von Dr. Schließer in Gießen setzte hier ein Wandel ein. Aktuell erhalten in der Praxis etwa 250 bis 300 Patienten onkologische Behandlungen wie Chemotherapie, Transfusionen oder andere Behandlungen, wodurch den Patienten eine zwei- bis dreitägige stationäre Behandlung erspart bleibt. Pro Jahr werden fast 1200 neue Patienten von der Praxis angenommen, wobei neben den bereits genannten Behandlungen auch Patienten zur Diagnostik von Blutveränderungen auf Überweisung von Hausärzten und Fachärzten aus der Region oder zur Nachsorge nach überstandenen Tumorerkrankungen kommen.

Die Ärzte der Praxis sind im Rahmen von Kooperationsverträgen mit den regionalen Krankenhäusern vernetzt und sind regelmäßige Teilnehmer an den interdisziplinären Tumorkonferenzen in der Universitätsklinik Gießen, dem Evangelischen Krankenhaus in Gießen und der Asklepios Klinik in Lich.

Eng vernetzt

Die Praxis ist Teil des Universitätsmedizinischen Zentrums für Tumorerkrankungen (UCTG) und des Darmkrebszentrums Lich und wird auch im Rahmen dieser Kooperation bei Audits regelmäßig durch Auditoren der Deutschen Krebsgesellschaft kontrolliert und überprüft.

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