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Socken und Glitzershampoo

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Liana, Lidessa, Nele und Maja aus der siebten Klasse sind mit Freude bei der Sache. Foto: Smat © Smat

Schülerinnen und Schüler der Gießener Herderschule sind mit Eifer dabei und packen »Weihnachten im Schuhkarton«. 200 Päckchen für hilfsbedürftige Kinder sind das Ziel.

Gießen. Fleißig packen Schüler und Schülerinnen an der Herderschule Süßigkeiten, Hygieneartikel, Spielzeug und mehr in liebevoll dekorierte Pakete. »Weihnachten im Schuhkarton« heißt die Aktion, an der sich die Schule beteiligt. Bei dem Spendenaufruf der Samaritan’s Purse wird um Geschenke für hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 14 Jahren in einer weihnachtlich verpackten Schachtel gebeten.

»Riesenspaß«

Organisiert wird dieses schulweite Unterfangen von Cornelia Stoy, Lehrerin für Religion, Geschichte und Deutsch. Nach einem Ergebnis von fast 200 gepackten Päckchen im letzten Jahr, erhofft sie sich nun beim zweiten Mal, an den Erfolg des Vorjahrs anknüpfen zu können. »Es ist ein tolles Ziel, deswegen lohnt es sich, das in der Schule durchzuführen«, sagt Stoy.

Als die Lehrerin im vergangenen Jahr an Stefan Tross, den Schulleiter der Herderschule, mit der Idee herangetreten ist, ist dieser sofort begeistert. »Die Kinder haben einen Riesenspaß und machen anderen Menschen eine Freude. Aber es ist auch ein wichtiges Thema. Viele Menschen brauchen Hilfe und Unterstützung und die Aktion ist eine Möglichkeit, dieses Thema in den Unterricht zu bringen. So lernen die Jugendlichen, wie man sie unterstützt. Das kommt in der Schule oft zu kurz«, erklärt Tross. »Die Teilnahme ist freiwillig. Aber viele Klassen und Kurse machen mit und gestalten ihre Schuhkartons im Klassenlehrerunterricht«, ergänzt Stoy.

Auch ein Religionskurs der siebten Klasse unter der Leitung von Cornelia Stoy schließe sich an. Viele der Schülerinnen und Schüler haben sich in kleine Gruppen aufgeteilt, um gemeinsam eine Geschenkbox zusammenzustellen. »Den Inhalt haben die Jugendlichen alle selbst besorgt, teils von ihrem eigenen Taschengeld. Eine Oma hat auch selbst gestrickte Socken beigesteuert«, beschreibt die Lehrerin. »Auch die Jungs sind begeistert dabei.« Als Vierergruppe haben sich Lidessa, Liana, Nele und Maja entschieden, zwei Schuhkartons loszuschicken. Eines für ein Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahre, und eins für ein Mädchen von zehn bis 14 Jahre. »Erfahrungsgemäß gibt es für ältere Kinder weniger gespendete Schachteln als für jüngere. Deswegen nehmen sich einige genau das vor«, erwähnt die Religionslehrerin. Für Maja ist das Geschenk für das jüngere Mädchen jedoch klar der Favorit: »Wir haben für sie ein Glitzerschampoo gekauft. Das finde ich toll, und ich hoffe, es wird ihr auch gefallen.«

»Wenn man die Kinder so begeistert bei der Sache sieht, da bekommt man Lust, auch ein Paket zu packen«, sagt der Schulleiter lachend.

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