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Sonnwendfeuer erleuchtet Nachthimmel

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Unter Aufsicht durften die Kinder den großen Holzstoß zur Sonnwendfeier entzünden. Foto: Wißner © Wißner

Die Doppelfeier des BdV Kleinlinden auf dem Freizeitgelände »Am Bacheler war ein voller Erfolg: Schon zur Sonnwendfeier kamen über 300 Besucher in den Gießener Stadtteil.

Gießen (twi). Zu einer »Doppelfeier« hatte am Wochenende der Ortsverein Kleinlinden/Leihgestern im Bund der Vertriebenen (BdV) auf das Freizeitgelände »Am Bacheler« eingeladen. Nach zwei Jahren Corona-Pause konnten nun Sonnwendfeier und Straßenfest der Markwaldsiedlung wieder gefeiert werden. Und der Andrang war groß wie nie: Bereits zur Sonnwendfeier kamen über 300 Besucher.

»Heute, am 169 Tag im Jahr und drei Tage vor dem eigentlichen Höchststand der Sinuskurve, sind wir nur wenige Sekunden von dem längsten Tag im Jahr entfernt. Die Sonne war schon in allen Zeiten so wichtig, dass sich alle einschlägigen Wissenschaftler in allen Zeiten und Kulturen mit ihr beschäftigt haben. Seit der Antike dachte man, die Sonne wandert um die Erde; die Erde wähnte man als flache Scheibe. Erst seit dem 16. Jahrhundert mit dem Weltbild der Lehren des Nicolaus Kopernikus, von Johannes Kepler und Galileo Galilei steht die Sonne im Mittelpunkt unseres Systems. Somit ist sie, die Sonne, das wichtigste Gestirn für unser Leben auf der Erde; unsere anscheinend unerschöpfliche Energiequelle. Ihre Energie wird immer wichtiger und wir werden sie in Zukunft erheblich stärker nutzen müssen, damit unsere Umwelt als Lebensraum für unsere Nachkommen erhalten bleibt; damit wir auf die fossilen Energieträger weitgehend verzichten können. Und weil die Sonne eine so wichtige und mystische Kraft hat, wurde die Sonnenwende, dieser alte heidnische Germanenkult, auch nach erfolgter Christianisierung von unseren Urahnen und Ahnen übernommen«, blickte BdV-Vorsitzender Roland Jankowsky auf den Ursprung des Festes zurück.

Seit Jahrzehnten veranstaltet der BdV eine Sonnwendfeier und der aufgebaute Holzstoß wurde einmal mehr nach dem Startschuss von Jankowsky von den anwesenden Kindern entzündet - unter Aufsicht von Eltern und Freiwilliger Feuerwehr Kleinlinden, versteht sich. Ein besonderer Willkommensgruß galt Lindens Bürgermeister Jörg König. Am Sonntag zum Straßenfest konnte Jankowsky dann Stadträtin Monika Heep begrüßen. »1986 haben wir hier, 30 Jahre nach fast vollständiger Bebauung des Markwaldes, das erste Straßenfest organisiert. Es war ein voller Erfolg --und das erste Mal tatsächlich auf der Straße vor dem Rondell in der Gabelung. Danach haben wir dieses Fleckchen Erde hier am Bacheler entdeckt«, blickte Jankowsky auf den Beginn zurück.

Auch bei der 36. Auflage des Straßenfestes war für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt. An beiden Tagen wurden Lose für eine bestens bestückte Tombola verkauft, der Erlös kommt einmal mehr einer örtlichen Einrichtung zugute. Klaus Dieter Drolsbach konnte sich am Sonntagnachmittag über den Hauptgewinn freuen: einen Rundflug über Gießen für zwei Personen.

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