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Späte Familienzusammenführung

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»Missi« und »Cooper« sind Geschwister und sehen sich zum Verwechseln ähnlich. © Christina Brückel

Gießen. »Huch, der sieht ja aus wie ich!« - ob sich Hündin »Missi« das dachte, als Frauchen Christina Bückel ihr den Hundemann »Cooper« vorstellte? Die Ähnlichkeit hat einen guten Grund: »Missi« und »Cooper« sind Geschwister. Getroffen haben sie sich aber erst, als »Cooper« bereits zehn Jahre und seine kleine Schwester acht Jahre alt war. »Bevor ich in die Altersteilzeit ging, habe ich bei der Sparkasse Gießen gearbeitet«, erzählt Christina Bückel.

»Eines Tages wies mich eine Freundin darauf hin, dass eine Kollegin einen ähnlichen Hund besitzt. Tatsächlich kamen die beiden aus der gleichen Zucht in Castrop-Rauxel.«

»Missi« und »Cooper« sind »Puggle«, eine Kreuzung aus Mops und Beagle. Die Hundedame hat ein paar Gramm zu viel auf den Hüften, auch wenn sie das anders zu sehen scheint. Im Ruhestand hat Christina Bückel die »Memoiren« ihres Vierbeiners festgehalten: Ein Fotobuch mit kurzen Texten, geschrieben aus »Missis« Sicht. Eine kleine Kostprobe gefällig? »Ab einem gewissen Alter sollte eine Dame nicht mehr so dürr sein und ruhig etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen. Da gehen nämlich die Falten weg.«

Da überrascht es nicht, dass »Missi« wenig angetan ist von dem Diätfutter, das ihre Menschen für sie besorgen. »Es schmeckt so fad. Betrug ist das.« Die Hundedame hat daher ihren ganz eigenen Weg gefunden, an ihr heiß geliebtes nicht-kalorienreduziertes Futter zu kommen: Sie setzt sich mittags in die Küche und jault so lange, bis »meine Menschen dann die Nerven verlieren, zusammenbrechen und ich meinen Willen durchsetze: Futter!«.

Aber auch wenn die »Puggle«-Dame etwas rundlich ist, liebt sie es laut ihrer Halterin zu schwimmen - rutscht danach aber gerne auch mal kräftig durch den Schlamm, so dass die kurzen Hundebeinchen über und über schmuddelig sind. Oder, wie »Missi« meint: »Man könnte sagen, ich lege eine ›Fango-Packung‹ auf.« Wenn ihr langweilig ist, schaut sie ihren »Memoiren« zufolge übrigens gerne Filme, in denen Hunde vorkommen. »Wenn sie dann bellen, stelle ich mich vor den Bildschirm und fordere sie heraus, um festzustellen, wer lauter bellen kann. Meistens gewinne ich.«

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