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»Stadtpark - eine Erfolgsgeschichte«

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Vandalen zerstören immer wieder die Bepflanzung. Deshalb wurden vom Förderverein Garten-Stadt Gießen solche Hinweisschilder montiert. © Jung

Die Zusammenarbeit von Förderverein Garten-Stadt-Gießen und dem städtischen Gartenamt trägt Früchte, freut sich Vereinsvorsitzender Axel Pfeffer. Gießen blühe förmlich auf.

Gießen. »Es lief alles auf Sparflamme«, bedauerte Axel Pfeffer, Vorsitzender des Fördervereins Garten-Stadt-Gießen auf der Jahreshauptversammlung im Hermann-Levi Saal des Rathauses mit Blick auf die Vereinsarbeit im vergangenen Jahr. Zumindest aber die »administrative Abteilung des Vorstandes« hätte gut zu tun gehabt, mit vier Vorstandssitzungen und einer Mitgliederversammlung im September, ging aus seinem Jahresbericht hervor. Alle anderen Aktivitäten seien immer noch der Pandemie zum Opfer gefallen.

27 Bänke

Die 35 anwesenden Mitglieder spendeten Beifall und unterstützten damit Pfeffer, als er davon sprach, der Stadtpark sei »ein tolles Highlight«. Viel Unterstützung kam vom Gartenamt, dem der Vorsitzende mehrfach für seinen Einsatz dankte. Und auch die Gießener Bevölkerung bezeichnete er als »hochmotiviert«, wenn es um das Gelände in der Wieseckaue geht. Über das Geschehen im Stadtpark informierte Axel Pfeffer, unterstützt von Ehefrau Marga, mit sechs Stadtparkboten. Das Gartenamt montierte die letzten vier Bänke, zum anderen rief der Förderverein auf Wunsch des Amtes die Parkbankaktion entlang des Schwanenteichs/Eichgärtenallee ins Leben und setzte sie erfolgreich fort. »Schön, wenn die Meldung kommt, alle Bänke sind besetzt«, lacht Axel Pfeffer. Neben den vier aufgestellten Sitzgelegenheiten werden in Kürze zwei weitere montiert, sodass die Aktion mit insgesamt 27 neuen Parkbänken als großer Erfolg anzusehen ist, verkündete Pfeffer und betonte »Der Stadtpark ist eine Erfolgsgeschichte«.

Im vergangenen Jahr wurde auf Wunsch vieler Besucher vom Gartenamt eine behindertengerechte WC-Anlage in der Nähe der Strandbar aufgestellt. Vorstand und Gartenamt prüfen, ob eine zweite mobile WC-Anlage in den Sommermonaten im Bereich aufgestellt werden kann.

Ufer und Flusslauf der Wieseck zählen zu den Korridoren der ehemaligen Landesgartenschau. Der Förderverein betreut sie mit. In diesem Frühjahr werden auch die Brückengeländer der Wieseck an einigen Stellen mit Sommerblumen verschönert. Für Pfeffer ist der Vandalismus an den Blumenkästen »ein Albtraum«, freitags würden die Pflanzen gesetzt, samstags seien Vandalen unterwegs und würden sie herausreißen. Die »Grünen Engel« vom Ehrenamt der Stadt Gießen unter der Leitung von Angelika Nailor stünden immer für vielfältige Aufgaben im Stadtpark zur Verfügung, dankte Pfeffer den Frauen und Männern.

Konstant sei die Zahl der Fördervereins-Mitglieder auch nach zehn Jahren, freute sich Axel Pfeffer, sie liegt bei über 300. Der umtriebige Vorsitzende erläuterte den Anwesenden, ein Förderverein könne nur bestehen, wenn neue Projekte kreiert würden. Nicht ohne Stolz verkündete er mit Blick auf die Vergangenheit »Gießen ist eine blühende Stadt geworden!« Die Chemie zwischen Förderverein und Gartenamt stimme und die gute Zusammenarbeit trage Früchte. Neuer Kassenprüfer für den ausgeschiedenen Dr. Reinhard Kaufmann, der das Amt elf Jahre bekleidete, wurde Frank-Walter Schmidt.

Schatzmeister Wolfgang Keil legte seinen Bericht zur Kassenlage vor, die Versammlung verabschiedete einstimmig seinen erarbeiteten Haushaltsplan für 2022.

2012 habe es schon einmal den Plan gegeben, den Dammweg am Schwanenteich zu erneuern, informierte die stellvertretende Vorsitzende Gerda Weigel-Greilich. Der Schwanenteich laufe aus, und deshalb sei es notwendig, den Dammweg zu sanieren, erläuterte sie die Maßnahme. Wenn gar nichts getan werde, gebe es bald keinen Schwanenteich mehr. Auch das Pilotprojekt »Bitterling« werde bei dieser Maßnahme mit vorgesehen. In den nächsten ein, zwei Jahren würden die Arbeiten vom Gartenamt umgesetzt. »Sie sorgen mit Ihrer Mitgliedschaft dafür, und das Gartenamt und alle anderen sorgen dafür, dass es operativ umgesetzt wird«.

»Wir blühen wirklich auf«, war das passende Schlusswort bei der zügig verlaufenden Mitgliederversammlung, bei der der Vorsitzende auch verkündete, dass der Weltkindertag wieder in der Wieseckaue stattfinden soll.

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