Stadtverwaltung bereitet Verkehrsversuch in Gießen vor

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GIESSEN - (olz). Vor der Kommunalwahl hat die Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen von Grünen, SPD und Gießener Linke einen Verkehrsversuch auf dem Anlagenring beschlossen. Und während die Koalitionsverhandlungen zwischen den drei Partnern laufen, bereitet Bürgermeister Peter Neidel das Projekt vor. Je Fahrtrichtung soll eine Fahrspur künftig für Fahrräder zur Verfügung stehen.

"Sie müssen keine Sorge haben, dass ich diesen Auftrag der Stadtverordnetenversammlung nicht in der Verwaltung umsetzen lasse", versicherte Neidel in der Stadtparlamentssitzung am Donnerstag. Er fühle sich verpflichtet, dies zu tun. Daher sei die Verwaltung mit Hochdruck damit beschäftigt, den Versuch zu erarbeiten. Derzeit würden unter anderem Konzepte erstellt, die auch die Fahrspuraufteilung auf den den Anlagenring zuführenden Straßen und die Anfahrbarkeit der Bushaltestellen berücksichtigen. "Die veränderten Fahrspuraufteilungen sind lichtsignaltechnisch zu prüfen. Parallel beginnen in Kürze umfangreiche Verkehrszählungen, um den Ist-Zustand auf dem Anlagenring und auf den Innenstadtachsen zu dokumentieren. Diese Zählungen liefern die Basisdaten für das noch zu beauftragende begleitende Gutachten", erläutert der Verkehrsdezernent. Trotz aller Bemühungen könnten aber die beschlossenen Zeiträume nicht eingehalten werden. "In Unkenntnis des mit der Umsetzung der Vorhaben verbundenen Aufwandes wurde von der Stadtverordnetenversammlung ein unrealistisch kurzer Zeitplan beschlossen. Zudem wurde in dem Beschluss die Finanzierung der Maßnahme nicht behandelt beziehungsweise wurden keine Mittel hierfür bereitgestellt", so der Bürgermeister. Nur ein Teil der Kosten könne in diesem Jahr aus den Mitteln der Ämter finanziert werden.

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