1. Startseite
  2. Stadt Gießen

Stadtwerke unterstützen Tierheim mit 5000 Euro

Erstellt: Aktualisiert:

giloka_2701_jcs_Tierheim_4c
Ulli Boos (Mitte) überreicht den Spendenscheck zur Freude von (v.l.): Britta Drolsbach, Astrid Paparone, Mischlingsrüde Paxi, Hannah Wern und Harald Liebermann. © SWG

Gießen (red). Über das Jahr verteilt leben zwischen 700 und 800 Vertreter verschiedener Gattungen im Tierheim Gießen - Hunde, Katzen, Kaninchen, diverse Vögel und viele mehr. Jeder dieser sehr unterschiedlichen Bewohner hat individuelle Bedürfnisse. Die zu befriedigen und so für eine artgerechte Unterbringung zu sorgen, kostet viel Geld.

Genau an dieser Stelle kommen die Stadtwerke Gießen (SWG) ins Spiel. Traditionell verzichtet das Unternehmen auf Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner. Das auf diesem Wege eingesparte Geld - konkret 5000 Euro - lassen die SWG gemeinnützigen Organisationen oder Einrichtungen in der Region zukommen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Tierheim Gießen beziehungsweise dessen Träger, den Tierschutzverein Gießen und Umgebung e. V. (TSV Gießen).

»Wir haben speziell eine Einrichtung gesucht, die besonders unter der aktuellen Pandemie leidet«, erklärt SWG-Unternehmenssprecher Ulli Boos. Zum einen fällt die ehrenamtliche Hilfe weitgehend aus - zu groß ist die Sorge vor einer Corona-Infektion unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Darüber hinaus ist es deutlich schwieriger geworden, die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen. Schließlich ist das Tierheim bis auf Weiteres für die üblichen Besuche ohne Voranmeldung geschlossen.

Etwa die Hälfte des Etats bestreitet der Träger des Heims mit Mitgliedsbeiträgen, Patenschaften, Einnahmen aus Vermittlungen und pauschalen Zahlungen von den Kommunen. »Um den Tierheimbetrieb dauerhaft am Laufen zu halten, sind wir auf Spenden angewiesen«, erklärt Britta Drolsbach, zweite Vorsitzende des TSV Gießen. »Wir brauchen jede Menge Futter, müssen die Tiere medizinisch versorgen und behandeln lassen, die vier Gebäude mit insgesamt 1100 Quadratmeter Fläche beheizen und unser Personal bezahlen«, nennt Hannah Wern, Leiterin des Tierheims, die vier offensichtlichen Punkte auf der deutlich längeren Liste. Und rechnet ganz konkret vor: »Für einen Hund müssen wir etwa 20 Euro pro Tag ansetzen, für eine Katze rund zehn Euro.«

Auf dem Gelände in der Vixröder Straße 16 finden nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Hunde, Katzen und Vögel ein vorübergehendes Zuhause, sondern auch der ein oder andere Wald- und Wiesenbewohner - Fuchs, Eichhörnchen und Igel sind keine unbekannten Gäste. Die bleiben aber üblicherweise nicht lange. »Wildtiere vermitteln wir an entsprechende Stellen weiter. Genau wie einige Exoten, die wir hier nicht richtig betreuen können«, so Hannah Wern.

Auch interessant