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Stehender Applaus zur musikalischen Premiere

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Traten erstmals als Trio auf: Frank Rühl, Eiko Yamada und Sue Schlotte (v.l.). © red

Gießen (red). Es passte alles zusammen beim zweiten Konzert im fastenZEITraum, dem Forum für Neue Improvisierte Musik in der Kulturkirche St. Thomas Morus. Eine musikalische Premiere war das Zusammenspiel der Cellistin Sue Schlotte aus Darmstadt, der Flötistin Eiko Yamada aus Mannheim und dem Gießener Frank Rühl (E-Gitarre), wie Intendant Jakob Handrack in seiner Begrüßung hinwies.

Zarte Töne hauchte die Flöte. Zusammen mit den Flageolett-Tönen auf der Gitarre erzeugten sie eine angenehme Reibung, die in starken Vibrationen eines akustischen Spannungsfeldes mündeten. Der Klang setzte klare, transparente Akzente, das Cello stimmte dazu ein.

Das Geräuschhafte durchbrach alle Bahnen: die Töne abstrahierten und setzten sich doch zu einem homogenen Ganzen zusammen - eine Stunde Musik auf höchstem Niveau und mit hoher Konzentration. Mit dem Läuten der Kirchenglocke setzte die Coda ein. Resonanz und Frequenzspektrum der hellen Glocke wurden von dem Trio gekonnt aufgegriffen und bis zum letzten Ton in die Musik integriert. Ausatmen. Das Publikum war begeistert und zeigte dies mit anhaltendem, stehenden Applaus.

Im Rahmen der fastenZEITraum-Konzertreihe geht es weiter am morgigen Samstag, 19. März, um 17 Uhr. Die beiden Weltmusiker Markus Wach und Stephan Pussel folgen den Pfaden, auf denen traditionelle Formen der musikalischen Improvisation seit Jahrhunderten wandern.

Weltmusik

Die exotischen Musikinstrumente Wachs und die perkussiven Klanginstallationen Pussels laden gleichermaßen zum Träumen und gespannten Zuhören ein. Als Gast komplettiert der indische Sithar-Spieler Debasish Ganguly das Trio mit seiner einzigartigen Fusionsmusik aus Folk, Jazz und Klassik. Eine Woche darauf, am 26. März, ist das Improvisationsensemble der KunstKulturKirche Allerheiligen aus Frankfurt/Main unter Leitung von Richard Millig zu Gast.

Die Reihe »fastenZEITraum - Forum für Neue Improvisierte Musik« wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Gießen und den Musikfonds.

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