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Stresserleben bei Kindern und Jugendlichen kaum erforscht

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Stress, den Heranwachsende nicht nur durch die Pandemie erfahren, ist wissenschaftlich kaum erfasst. Symbolfoto: dpa © Red

Gießen (red). Während Stress und Schmerz bei Erwachsenen wissenschaftlich schon gut untersucht sind, steckt die Wissenschaft laut der Abteilung für Klinische Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen bei der Erforschung von Stress und Schmerz bei Kindern in mancher Hinsicht im wahrsten Sinne noch in den Kinderschuhen.

Wie die Auswirkungen der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen aussehen, ist unklar. Im Unterschied zu Erwachsenen fehlt es überraschenderweise an Möglichkeiten, das Stresserleben von Kindern und Jugendlichen mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens einfach, zuverlässig und gut zu erfassen.

Schmerzskalen als Grundlage

Aber nicht nur die Pandemie führt zu Stress. Umfragen haben ergeben, dass ungefähr sieben von zehn Kindern und Jugendlichen in den letzten drei Monaten unter Schmerzen litten, die auch belastend sein können, bei manchen sogar sehr. Zur Erfassung von Schmerzen werden meist sogenannte »Schmerzskalen« eingesetzt. Die Kinder werden aufgefordert, den Wert auf der Skala anzugeben, der ihrer Schmerzstärke entspricht. Basierend auf diesen Werten werden dann zum Beispiel Behandlungen in Kliniken und Praxen geplant oder angepasst. So einfach solche Skalen erscheinen, so wenig ist bekannt, wie Kinder und Jugendliche diese Schmerzskalen eigentlich verstehen und ihre Antwort entscheiden.

Die Abteilung für Klinische Psychologie hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Fragen nachzugehen. Dazu werden derzeit für verschiedene Studien Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 16 Jahre gesucht. Die Studien finden teilweise online und teilweise vor Ort in Räumlichkeiten der Universität (Philosophikum I) statt. Die Teilnahme dauert zwischen 30 und 60 Minuten und wird zum Beispiel durch Gutscheine belohnt. Bei Interesse können Eltern unter 0641/9926092 eine Nachricht mit Rückrufnummer und Alter ihres Kindes auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

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