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Tausche Abendkleid gegen Babylätzchen

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Großer Andrang herrscht beim Kleidertausch des Freiwilligenzentrums - wohl auch, weil die Einladung dazu mehrsprachig verfasst war. © Czernek

Stöbern, suchen, finden: Großer Andrang herrschte beim Kleider- und Spendenmarkt des Freiwilligenzentrums von Stadt und Kreis Gießen, der vor dem Gebäude der Theaterwissenschaften stattfand.

Gießen. Ob schickes Abendkleid, kuscheliger Pullover oder Babylätzchen: Bei dem Kleidertausch auf dem Platz vor dem neuen Bau der angewandten Theaterwissenschaft am Samstagnachmittag konnte jeder etwas für sich finden. Entsprechend groß war der Andrang.

Das Freiwilligenzentrum der Stadt und des Landkreises Gießen hatte zu diesem Kleidertausch- und Spendenmarkt für Frauen, Kinder und Jugendliche aufgerufen, und viele nahmen das Angebot gerne an.

Das Prinzip war einfach: Jeder konnte Kleidung mitbringen und diese gegen andere Waren tauschen. Das lief völlig unkompliziert ab, kontrolliert wurde nicht, denn es war wirklich genügend von allem da: Kistenweise brachten die Leute gut erhaltene Sachen, die sich bald auf den bereitgestellten Tischen stapelten. Der Fokus lag dabei auf Kleidung für Frauen-, Kinder- und Jugendliche, aber auch Accessoires und einiges an Herrenbekleidung waren zu finden. Es konnte nach Herzenslust gestöbert, gesucht und gefunden werden. Jede Altersgruppe war vertreten - sowohl bei Besuchern als auch im Sortiment.

Voranmeldung war nicht erforderlich, umso gespannter war die Geschäftsführerin des Gießener Freiwilligenzentrums, Alexandra Böckel, wie das Angebot angenommen werden würde. »Schon vor dem eigentlichen Beginn um 14 Uhr waren etliche Interessenten da«, freute sich Böckel. Aufgrund der aktuellen Anfragen zu Spenden für ukrainische Geflüchtete war das gängige Konzept des Tauschmarkts erweitert worden: Flüchtlinge konnten sich dort mit gut erhaltener Kleidung, Spielzeug oder auch Babyausstattung eindecken, ohne irgendwelche bürokratische Hindernisse oder Sprachbarrieren. Das funktionierte auch deshalb sehr gut, weil die Einladung zum Tauschmarkt mehrsprachig verfasst worden war. Zudem wurde über die sozialen Medien erfolgreich dafür geworben. Für Fragen standen auch einige zweisprachige Helfer bereit.

Alle Dinge, die zum Schluss keinen Abnehmer gefunden hatten, wurden anschließend von den Helfern verpackt und dem Gebrauchtwaren-Kaufhaus der Jugendwerkstatt Gießen gespendet.

Tatkräftig unterstützt wurden die Organisatoren zudem von der »Jungen Kirche Gießen«, einem Projekt des Evangelischen Stadtjugendpfarramts Gießen, die die Tische organisiert hatten. Ein Drogeriemarkt und ein Gießener Kaufhaus spendeten Taschen, um die neuen alten Sachen gut nach Hause transportieren zu können.

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