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Dankbar nimmt Prof. Christian Jux die Geräte von Ruth Knab, Vorsitzende des Vereins »Kinderherzen heilen«, entgegen.

Teure Sachspende

Gießen (bcz). »Wir freuen uns sehr über die neuen Geräte«, sagte Prof. Christian Jux bei der Entgegennahme von drei Langzeit-Blutdruckmessgeräten und drei Langzeit-EKG-Geräten für die Kinderkardiologie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM). Gespendet wurden sie von dem Verein »Kinderherzen heilen«, dem Verein von Eltern herzkranker Kinder in Gießen und Umgebung.

»Die Geräte haben insgesamt einen Wert von rund 12 000 Euro«, sagte die Vorsitzende Ruth Knab bei der Übergabe. »Wir haben natürlich auch im Klinikum solche Geräte, allerdings ist der Bedarf daran sehr hoch. Da die Geräte für die Messungen mit den Kindern oft mit nach Hause genommen werden, um dort im Alltag die Messungen durchzuführen, dauert es manchmal, bis sie wieder zurück sind. Diese Wartezeit wird dadurch jetzt verkürzt«, sagte Jux. Im Übrigen betonte er, dass der Verein ein fester und verlässlicher Partner für die Kinderkardiologie geworden ist. »Wir freuen uns sehr, diesen Verein an unserer Seite zu haben. Er leistet praktische Hilfe für Eltern, die mit einer Diagnose konfrontiert werden und unterstützt die Klinik auch in puncto Personalleistungen.«

Der Verein finanziert zwei Erzieherinnen und eine Psychologin, denn viele der kleinen Patienten leben auf der Station - je nach Schwere der Erkrankung - oftmals Monate oder gar Jahre, wenn sie zum Beispiel auf eine Herztransplantation warten. »Daher ist eine gute Betreuung in jeder Hinsicht wichtig«, erläuterte der Professor. Die jetzt übergebenen Geräte konnten durch Spenden finanziert werden. »Wir haben sehr treue Spender und Sponsoren, die uns auch jetzt nach wie vor unterstützen, auch wenn unsere Aktivitäten in diesem Jahr sehr eingeschränkt waren«, ergänzte Knab.

Als kleine Adventsüberraschung bringt der Verein jede Woche Kaffee und Kuchen für Kinder und Personal auf die Station, auch als Anerkennung der besonderen Leitungen. Die Intensivstation verfügt über rund 20 Betten, die Normalstation hat 21 Plätze, wovon jedoch nicht alle belegt werden können.

»Mehr können wir nicht belegen aufgrund des Pflegenotstands, den hatten wir zwar auch schon vor Corona, der hat sich allerdings jetzt noch verstärkt«, sagte der Professor. Die Kinderkardiologie in Gießen gehört zu den fünf größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland.

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