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Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit

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Wasser - jeder Tropfen ist kostbar. Und nicht jeder hat dazu unbegrenzt Zugriff. © Robert Günther/dpa-tmn

»Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz« - unter diesem Motto steht der Weltwassertag. Auch die Stadt Gießen macht auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage aufmerksam.

Gießen (red). Der diesjährige internationale Weltwassertag am heutigen 22. März steht unter dem Leitthema »Groundwater: Making the Invisible Visible«: »Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz«. Ziel des von der UNESCO 1993 ins Leben gerufenen alljährlichen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Neben den globalen Zusammenhängen soll auf die lokale Bedeutung des Wassers aufmerksam gemacht werden.

Wie schon im letzten Jahr informiert das Umweltamt der Stadt Gießen unter www.giessen.de/Regenwasser über die Themen Trinkwasser, Versickerung und Regenwassernutzung in Gießen. Corona -konform kann sich jeder über die städtischen Internetseiten informieren. Zusätzlich wird rechts neben dem Haupteingang entlang der Fensterfront von außen auf den Weltwassertag und die lokale Bedeutung hingewiesen.

»Das Grundwasser als lebenswichtige Ressource ist unverzichtbar. Mit dem wertvollen Trinkwasser ist sparsam und verantwortungsbewusst umzugehen«, so Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich und nennt als Maßnahmen beispielsweise aufgefangenes Regenwasser zur WC-Spülung anstelle von Trinkwasser zu nutzen, in trockenen Sommern auf das Bewässern von Rasenflächen verzichten, öffentliche Schwimmbäder zu nutzen, anstelle den eigenen Pool mit Trinkwasser zu füllen.

Das Motto des Weltwassertages wurde vom Umweltamt zum Anlass genommen, ein weiteres Themenplakat zum Gießener Grundwasser zu gestalten. »Unser Trinkwasser ist Grundwasser«, so die Umweltdezernentin, «keine Selbstverständlichkeit, insbesondere für Großstädte, die auch aufbereitetes Flusswasser nutzen, wie beispielsweise die Rheinanlieger.«

75 Prozent des Gießener Wassers kommt aus dem 22 Kilometer entfernten, stadteigenen und von den Stadtwerken betriebenen Queckborner Brunnen. Darüber und über den Schutz dieser Trinkwassergewinnungsanlage informiert das neue Plakat. Über QR-Codes kann man sich weiter vertiefend informieren, zum Beispiel über ausgewiesene Trinkwasserschutzgebiete.

Grundwasser als wichtiger Bestandteil des Wasserkreislaufes und den durch den Menschen verursachten Belastungen, auch zunehmend durch den Klimawandel, sei nicht wirklich präsent und bewusst, merkt die Umweltdezernentin abschließend an.

So könne eine verstärkte Nutzung des Grundwassers für landwirtschaftliche Bewässerung zukünftig bei der Verfügbarkeit von Wasser eine immer größere Bedeutung erhalten.

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