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Tucker-Mitarbeiter im Warnstreik

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Die IG Metall fordert in der laufenden Tarifrunde acht Prozent mehr Gehalt. Um diese Forderung zu unterstützen, beteiligten sich Mitarbeiter von Tucker in Gießen und Linden an dem Warnstreik.

Gießen/Linden (red). »Solidarität gewinnt« - unter diesem Motto beteiligten sich rund 200 Beschäftigte der Frühschicht von Tucker an den Standorten in Gießen und Linden an der ersten Welle der Warnstreiks in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Sie legten ihre Arbeit nieder und versammelten sich zu einer Kundgebung vor dem Werkstor in Gießen, die Beschäftigten im Homeoffice versammelten sich zeitgleich in einem Online-Meeting. Im weiteren Verlauf wurden auch die Beschäftigten der Spät- und Nachtschicht an den drei Standorten zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen.

Betriebsratsvorsitzende Bärbel Schmidt: »Wir erwarten von den Arbeitgebern endlich ein ernsthaftes Angebot. Gerade in Zeiten der hohen Inflation sind steigende Entgelte notwendig, damit die Kolleginnen und Kollegen ihr Leben bestreiten können. Die Beschäftigten bei Tucker erwarten anderes und haben etwas Anderes verdient.« »Wer die Preise kennt, will acht Prozent! Mehrere Wochen haben die Arbeitgeber die Verhandlungen verschleppt, um jetzt ein völlig unzureichendes Angebot zu unterbreiten: Faktisch wird nur eine unzulängliche Einmalzahlung von 100 Euro pro Monat für die nächsten 30 Monate in Aussicht gestellt«, so Mario Wolf von der IG Metall Mittelhessen. »Angesichts der ökonomischen Herausforderungen und der finanziellen Belastungen der Beschäftigten ein unverantwortliches Verhalten der Arbeitgeber«, so Wolf weiter. Die IG Metall will für die mehr als 3,8 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in dieser Tarifbewegung 8 Prozent mehr Entgelt erstreiten. In den kommenden Tagen, wird es weitere Warnstreiks in den mittelhessischen Betrieben der Branche geben.

Die 4. Tarifverhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe findet am kommenden Donnerstag in Saarbrücken statt.

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